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Die Unbekannten, die am 29. Januar 2016 eine Handgranate auf eine Flücht­lings­unterkunft in Villingen-Schwenningen geworfen haben, sind nicht mehr unbe­kannt. Vier Ver­dächtige wurden fest­genommen, gegen drei davon erging auch Haftbefehl, alle mit „osteuro­päischen Migrations­hinter­grund“, wie es so schon heißt. Die Hand­granate galt nach Polizeiangaben nicht den Flücht­lingen, sondern ihren „Be­schützern“, dem Wachdienst in einem Container auf dem Gelände der Flücht­lings­unter­kunft. Im Süd­westen der Republik soll es eine Art Banden­krieg unter Sicherheits­fir­men geben. Einige dieser Unsicher­heits­un­ter­neh­men haben Ge­biets­abspra­chen getrof­fen und wer sich nicht daran hält, bekommt schon mal ’ne Hand­granate zur Warnung. Die in Vil­lingen-Schwen­ningen hatte aller­dings keinen Zünder.

Schlimm, dass Kriegsflüchtlinge in Deutschland vor Deutschen beschützt wer­den müssen. Schlimm, dass der Staat diese Aufgabe des Beschützens nicht er­fül­len kann, sondern auf Private über­trägt und sich so ein lukrativer, mafiöser Markt ent­wickelt. Schlimm, dass sich bei diesen Privaten Hools und rechts­ra­di­kale Rocker tum­meln. Ganz schlimm ist aber, dass uns wohl nie­mand vor dieser falschen Sicherheit schützen kann, son­dern immer erst nach so einer Tat die „Tatort­reiniger“ kommen

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Dank an Hammervorschlag für den Hinweis … man kann sich ja nicht um alles kümmern 🙄