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Das Bundeskabinett hat’s beschlossen und das Parlament muss es am Freitag nur noch absegnen, aber das ist bei einer GroKo reine Formalität: Wir ziehen in den Krieg! Aber welchen? Gegen den IS, gegen die Rebellen, gegen Assad oder womöglich gegen Russland und/oder die Türkei? Egal, das sollen deutsche Tor­na­dos über Syrien aufklären.

Wolfgang Hellmich von der SPD meinte heute auf n-tv: „Ohne Moskau wäre Assad schon besiegt.“ Recht hat er … aus meiner Sicht. Aber ist das ein deutscher Grund auf wes­sen Seite auch immer in den Syrien­krieg ein­zu­stei­gen? Viel­leicht hätten sich ohne Ein­mischung von Außen die „normalen“ Kon­flikt­parteien des „normalen“ Bür­ger­krieges in Syrien längst zu einer Zweckal­lianz gegen den IS ver­bün­det, so wie die ira­kischen Kur­den mit dem Irak. Syrien ist als ganzer Staat, ob mit oder ohne Assad, nicht zu (er-)hal­ten. Das weiß auch Putin. Ihm geht es auch nur um den Küsten­streifen am Mit­tel­meer, um dau­er­haft mehr als nur seinen dicken Onkel in die euro­päische Bade­wanne hal­ten zu kön­nen. Das sieht und weiß jeder, der nicht mit Blindheit geschla­gen ist. Folge­rich­tig kann es den schrä­gen Neu-Alliier­ten nur darum gehen, ein Gegengewicht in die Waag­schale für die Zeit nach dem Krieg ins Spiel zu bringen.

Die Zeit nach dem Krieg, wann wird die sein? Die jüngste Geschichte aus Af­pa­kistan lehrt es uns: 10 Jahre sind locker drin. Wie lange genau, das dik­tiert nun Vladdie, denn wenn wir erst drin sind, dann kön­nen wir nicht vor ihm raus. Ähn­lich wie in Afpa­kistan. Da ha­ben die Amis den Takt vor­ge­ge­ben. In Syrien wer­den es die Russen sein. Wie blöde!