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„Historiker“ Dr. Daniele Ganser darf man wohl offiziell als Verschwörungs­theo­re­tiker bezeichnen. Die Uni Zürich tut das zumindest. Man kann Menschen ernst nehmen, die nach „historischen“ Erklärungen für den Einsturz von WTC7 an 9/11 suchen … muss man aber nicht. Und eine Universität muss solchen ver­wirrten Zeitgenossen wie Ganser kein Forum bieten … kann sie aber. Die Uni Basel tut es und duldet Ganser einmal im Jahr, unter der Voraussetzung, dass er seinen Truther-Quatsch lässt. Die private Universität Witten-Herdecke ist da großzügiger. Dort darf Dr. Daniele Ganser heute einen Vortrag über Me­dien­kri­tik halten. Medienkritik ist, wenn es von Ganser ausgesprochen wird, ein an­deres Wort für „Lügenpresse„. Gegen Gansers Auftreten an der Uni haben sich die Wittener SPD und Jusos, Bündnis90/Die Grünen und sogar der die Pi­ra­ten­par­tei NRW ausgesprochen. OK, das muss man nicht gutheißen, aber man kann es.

Auf TELEPILLEPALLE findet das ein gewisser Markus Kompa gar nicht gut und erklärt kurzerhand die Gegener des Aluhut-Gansers zu „Verschwö­rungs­theo­retiker (blasen zur Hexenjagd auf Historiker)“ … herrlicher Spin, denn man noch etwas auf die Spitze treiben kann:

Man nehme eine Astronomie-Professor von der Uni Timbuktu, der belegen kann, dass die Erde eine Scheibe ist. Der will das auch deutschen Studenten bei­bie­gen. Dagegen wehren sich diejenigen, die die Erde für mindestens kugelig hal­ten. Und nun kommt Markus Kompa daher und sagt: Verschwörungs­theo­re­tiker! Das muss der Prof. aus Timbuktu doch im Sinne des vom Grundgesetz in Art. 5 Abs. 3 GG geschützten Freiheit von Wissenschaft, For­schung und Lehre sagen dürfen. Klar darf er das, aber nicht an einem Ort, wo Wissenschaft, For­schung und Lehre vorangetrieben werden sollen. Er kann ja eine Kneipe an­mie­ten und dort vor der PEGIDA über die Lügen referieren. Die werden es ihm dan­ken.

Noch ein Wort zu Markus Kompa. Das ist ein ziemlich begriffsstutziger Anwalt und Pirat und Hobby-Zauberer.