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SPUTINKI verrät, wie Vladdie dem Siggi die Welt erklärt:

    Russland Präsident Wladimir Putin hat die gegenwärtige Flüchtlingskrise in der EU auf die Billigung einer Militäroperation im Irak durch Brüssel zurückgeführt. „Diese Operation, gegen die nur Deutschland war, hat die Lage in der Region destabilisiert“, sagte Putin am Mittwoch in einem Gespräch mit Vizekanzler Sigmar Gabriel bei Moskau.
    „Danach wurde das Flüchtlingsproblem Realität… Heute, da die ganze Welt, vor allem die europäischen Länder, mit diesem Problem konfrontiert sind, wä­re es angebracht, an die Position der Bundesregierung zu erinnern, die ak­tiv gegen die Militär­operation im Irak eintrat“, fuhr Putin fort. Die Operation ha­be zu einer Destabilisierung in benachbarten Ländern geführt. Die Be­dro­hung sei in ein reales Flüchtlingsproblem ausgeartet. „Unsere Position ist gut be­kannt: Um das Problem zu lösen, sollte bei der Wiederherstellung der Staat­lich­keit dort geholfen werden, wo es diese noch gibt. Man sollte zur Wie­der­her­stellung staatlicher Strukturen beitragen… und den po­liti­schen Prozess zu allen strit­tigen Fra­gen fördern, darunter auch in Syrien.“

OK, Geschichte braucht ihre Zeit. Der von Putin angesprochene Irak-Krieg be­gann 2003. Die Massenflucht aus Syrien 2015. 12 Jahre dazwischen, das ist Zeit genug.

Dazwischen kam der sogenannte Arabische Frühling. Der be­gann am 17. De­zem­ber 2010 in Tunesien, wo er auch funktioniert hat. Auslöser war aber weder der Irakkrieg, noch der IS, sondern der Gemüsehändler Mohamed Bouazizi, der sich aus Protest selbst verbrannt hat.

Die EU hatte mit der Koalition der Willigen nix zu tun und das von Vladdi ver­schlabberte Frankreich zählte auch nicht dazu … aber lassen wir das.

Die Flüchtlingskrise begann 2014 (+60% in Deutschland,als Beispiel), aber da waren es meist Balkan-Flüchtlinge, was auch nix mit destabilisierten Gebieten im Nahen und Mittleren Osten zu tun hat.

Bis 2013 gab es den ISIS nicht in Syrien, von wo jetzt die Menschen flüchten.

Was es zu dem Zeitpunkt bereits in Syrien gab, war der Bürgerkrieg. Der hat sicher was mit dem Arabischen Frühling zu tun, aber da besteht kein Au­to­ma­tis­mus, wie man am Beispiel Tunesiens sehen kann. Richtig in Schwung kam dieser Krieg, als Assad ab April 2011 nicht mehr Polizei, sondern Militär gegen die Demonstranten einsetzte. Was hat das noch mit der Koalition der Willigen zu tun?

Ob man Russland und den Iran als neue Koalition der Willigen gegen oder in Syrien bezeichnen kann, sei dahingestellt, aber gefragt hat man die Bun­des­re­gierung nicht und das Deutschland bis auf ein paar Jubel-Russen gegen den russischen Krieg in Syrien ist, der noch mehr Menschen hierher vertreibt, davon darf man getrost ausgehen.

Wiederherstellung staatlicher Strukturen“ ist gut, aber mit Bomben funzt das nicht. Hat schon mit Assads Fassbomben nicht geklappt.

Wie schon Angie bemerkte: Putin lebt in einer anderen Welt O_o