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popdogWieder einmal Zeit für Popcorn. Nun wird sich zeigen, wie schlau Putin wirklich ist. 1000 Mann sollen es in Syrien werden, so lauten die Gerüchte. Dass sie ersten 100 russischen Soldaten schon da sind, ist mehr als ein Ge­rücht. Mit 1000 Mann wird Putin den IS nicht besiegen. Um Assad als Person zu retten, sprich außer Landes zu bringen, reichen we­ni­ger als 1000 Mann. Um Assad als Macht­haber in Syrien zu retten, reichen auch 10.000 nicht. Was wird Putin machen?

Russland könnte sich wie in Afghanistan eine blutige Nase holen. Russland könnte sich in Syrien in einen russischen Vietnam-Krieg reinziehen lassen. Der hat auch mit ein paar Militärberatern angefangen. Aber die Ausgangssituation ist eine andere. Der Vietkong war weit von Saigon entfernt, als die USA den Krieg von Frankreich übernommen haben. Der IS steht vor Damaskus, was wieder einmal zeigt, dass Kriege nicht aus der Luft gewonnen werden können, nicht einmal gegen einen zahlenmässig so schwachen Feind wie die Kopp­ab­hacker.

Die Koppabhacker werden sich auch nicht mit einem Remis, der Teilung Syriens zufrieden geben. Also werden sie siegen? Ja, warum nicht. Sind doch sehr er­folg­reich. Ist zwar kein Blitzkrieg, aber steter Tropfen höhlt auch den Stein. Aber das will doch keiner. Richtig, aber keiner ist bereit, daraus die Konse­quenz zu ziehen: der bedingungslose, rücksichtslose Krieg einer internationalen Allianz gegen den IS, in der Luft und auf dem Boden. Nicht einmal Israel. Die sitzen am Zaun und mampfen Popcorn und denken sich: lass die mal machen … ist die Hizbollah wenigstens beschäftigt. Und das wundert mich. Denn wenn der IS und seine Helfer Assad besiegt haben, dann werden die Koppabhacker sich Israel vornehmen.

Zurück zu Putin. Glaubt er wirklich, dass ein paar russische Soldaten das Blatt wenden können? Glaubt Putin, dass er Assad als Machthaber retten kann, in­dem er den Vormarsch des IS stoppt? Ja, das glaubt er. Oder zu was sonst soll die neue russische Militärbasis in Latakia sonst gut sein? Die wird ja für die Zukunft gebaut. Also glaubt Putin an Russlands Zukunft am Mittelmeer. Das kleine russische Depot in Tartus ist ja nicht einmal ein Witz.

Eine russische Militiärbasis in Latakia, allein und verlassen und umgeben vom IS ist nicht überlebensfähig. Ein bisschen Staat drumherum muss sein, ein zweites Libanon, etwas kleiner, aus den syrischen Provinzen Tartus im Süden und Al-Ladhiqyah im Norden würde Putin reichen.
syrien

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