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amrnobody ist nicht blöde genug, um nachvollziehen zu können, was sich die hirnlosen Idioten dabei gedacht haben, wie sich Markus Beisser und Norbert Klein die Durchführung ihrer Tat vorgestellt haben. An welchem Zipfel des bisher Be­kann­ten man auch zieht, es kommt nix Sinnvolles zum Vor­schein, was zu einem Plan gehören könnte.

Das fängt bei der Auswahl des Opfers an und der Frage, wer von den beiden Idioten das Opfer ausgewählt hat, denn ein zufälliges Opfer war Anneli nicht. Beide Täter sind hochverschuldet und kennen sich aus der Dresdner Szene. Bis dato haben sie nur ein bisschen gemaggelt und sich wohl bei ein paar Bier zu viel überlegt, wie sie ans große Geld kommen können. Erpressung … aber wen er­pres­sen? Dass Norbert Klein den Unternehmer R. kannte, halte ich für un­wahr­schein­lich. Markus Beisser wird R. kennen, denn beide wohnen in Klipp­hausen, wenn auch in unterschiedlichen Teilen der Gemeinde.

Wie von der Polizei zu erfahren war, hat sich einer der Beiden über Anneli im Internet schlau gemacht. Das wird wohl Markus Beisser gewesen sein, denn der war im Netz sehr aktiv und hat viele Spuren hinterlassen. Jemand aus der Nachbarschaft als Opfer auszuwählen, ist bereits selten dämlich, denn dass grenzt den Tatort ein, der zwangsläufig quasi vor der eigenen Haustür liegen muss. Aber wo genau?

Von Norbert Klein ist bekannt, dass er sich die letzten zwei bis drei Wochen um Toni„, den Labrador von Markus Beisser gekümmert hat, nachdem Beisser zu seiner Frau nach Burgebrach in die St.-V***-Straße ** gezogen ist.
Burgebrach1
Dort hatte sich die Familie vor etwa zwei Jahren dieses Haus für knapp 400.000 Euro gekauft.
Burgebrach2
Etwa so lange schon versucht Markus Beisser den Dreiseithof seiner Schwie­ger­mutter in Lampersdorf zu verkaufen. In diesem Zusammenhang war Beisser auch vergangenen Donnerstag bis Samstag in Lampersdorf, um Interessenten den Hof zu zeigen.

Da eine „Planung“ der Tat kaum zu entdecken ist, gehe ich davon aus, dass der Tatentschluss erst vor Kurzem gefasst wurde. Da Markus Beisser in der letzten Zeit kaum in Klipphausen war, ist die Wahl des Tatortes wohl auch ein Ergebnis der Denkarbeit von Norbert Klein, dem Markus zu diesem Zwecke „Toni“ überlassen hat, denn sonst macht es keinen Sinn, dass der Labrador von Beisser allein auf dem Hof zurückgelassen wurde. Klein konnte mit Toni Gassi gehen und dabei die Gassi-Gewohnheiten von Annelis Hund (einem Beagle) ausbaldowern.

Das ist natürlich alles nur Spekulation, aber so ist Norbert Klein auf den Ver­bindungsweg zur B 101 bei Luga gekommen, dort wo man später Annelis Fahrrad und ihren Hund gefunden hat. Hunde haben ihren Rhythmus, also war die un­ge­fähre Tat­zeit fest­ge­legt. Aber an welchem Tag? Eine Entführung lässt sich nicht allein bewerkstelligen. Also musste ein Tag gewählt werden, an dem Markus Beisser wieder einmal in Lampersdorf ist, um Kaufinteressen den Hof seiner Schwiegermutter zu zeigen. Solche Besichtigungen werden kurzfristig verabredet, meist ein oder zwei Tage zuvor. Wenn diese Annahme zutrifft, dann wurde der eigentliche Tatentschluss wohl Hals über Kopf getroffen: Jetzt, oder nie … Donnerstag, der 13. August 2015 gegen 20 Uhr bei Luga, nahe der B 101.

Anneli musste vom Tatort irgendwie weggeschafft werden, natürlich per Auto. Der weiße Mercedes mit dem auffälligen Heckspoiler und dem DD-Kennzeichen von Norbert Klein konnte es nicht sein. Der wäre vielleicht aufgefallen, wenn er da im Feld auf Anneli gewartet hätte. Also nahmen die beiden Idioten den grauen BMW von Markus Beisser.

Wohin mit Anneli? Weit kann man sie ja nicht im Kofferraum transportieren. Also auf den Hof in der Baeyerhöhe 14. Unsagbar dämlich, denn ob mit oder ohne Maske, eine freigelassene Anneli hätte den Hof wiedererkannt. Deshalb ist die Maskendiskussion, die von der Polizei auf ihrer PK angestoßen wurde, etwas schräg. Ganz so blöde waren die beiden ja auch nicht, denn sie haben immerhin daran gedacht, den Kontakt zu Annelis Vater nicht mit ihrem eigenen Handy aufzunehmen, sondern dazu Annelis Handy zu nutzen, beim dritten Anruft sogar ein anderes, nicht registriertes Handy.

Saublöd war natürlich sie Sache mit dem Online Banking. Das hat auch die Polizei ganz aus dem Rhythmus gebracht. Sowas Irres haben die sicher noch nicht erlebt.

Allerdings kam die Online-Lösung erst aufs Tapet, als Anneli bereits tot war. Nach bisherigem Erkenntnisstand wurde Annelie keine 12 Stunden nach ihrer Entführung von Markus Beisser mit einem Gürtel erwürgt. Annelis Leiche wurde dann entkleidet und hinter dem Hof in einer Mulde abgelegt, die mit Sand und Erde bedeckt wurde. Annelis Klamotten wurden verbrannt, was wohl der Spu­ren­ver­wi­schung dienen sollte. Gleichzeitig beließ man aber Annelis Schmuck an ihrem Körper, was ein weiterer Beweis für die Idiotie dieser beiden Verbrecher ist.

Jeder Verbrecher hat einen Plan B. Der Verbrecher kalkuliert ein, dass seine Tat in die Hose gehen kann. Im Falle von Markus Beisser und Norbert Klein mag man daran zweifeln, aber nobody nicht. Auch die Beiden haben sich ge­fragt: Wohin mit dem Opfer nach der Tat, egal ob das Geld kommt oder nicht? Auf diese Frage gibt es nur zwei Antworten:
1. Laufenlassen
2. Töten

Nun, ich kann es nicht begründen, aber mein Bauch sagt mir: Markus Beisser und Norbert Klein hatten von Anfang an die Absicht Annelie zu töten. Dafür spricht auch der letzte Facebook-Eintrag von Norbert Klein: „Geh nie aus dem Haus ohne ein liebes Wort, vielleicht warst du zum letzten Mal dort.“