Schlagwörter

Das NASA-Weltraumteleskops WISE (Wide-field Infrared Survey Explorer)
wise hat eine Galaxy ent­deckt, die mit der Helligkeit von 300 Billionen Son­nen strahlt, so hell wie keine andere bisher bekannte Galaxy. Warum erst jetzt, wenn WISE J22­4607.57-052635.0 (so ihr offizieller Name) doch so hell ist. Nun, WISE J22­46­07.57-052635.0 ist 12,5 Milliarden Licht­jahre ent­fernt und damit kei­ne 800 Mil­lionen Licht­jahre von den Dark Ages ent­fernt. Und wa­rum hat WISE J22­46­07.57-052635.0 damals so hell ge­leuchtet, denn WISE sieht ja die Ver­gangen­heit von WISE J2246­07.57-052635.0? Die bisherige Erklärung lautet:

Wahrscheinlich verursache ein extrem massereiches Schwarzes Loch im Zen­trum der Galaxie die Leucht­stärke. Es legt einen Wachs­tums­spurt hin und kon­su­miere da­bei gewal­tige Gas­mengen. Die­ses Gas strömt mit sehr ho­her Ge­schwin­dig­keit zum Schwar­zen Loch hin und ro­tiert da­bei schnell um das Schwer­kraft­zen­trum. Gleich­zei­tig heizt sich das Gas auf und strahlt da­durch Licht im sicht­baren, ultra­vio­let­ten und Röntgen­wel­len­län­gen­spek­trum ab. Die­ses Licht wird vom kos­mischen Staub der Ga­laxie ab­sorbiert, wo­durch er sich auf­heizt und Infra­rot­strahlung ab­son­dert – die WISE letzt­lich regis­triert. An­hand der Leucht­stär­ke kalku­lie­ren die For­scher, dass das Schwar­ze Loch die mil­liar­den­fache Mas­se unse­rer Sonne auf­weist, was bis­herige Theori­en zur Ent­ste­hung der Ge­bilde in Frage stel­le, da eigent­lich physi­kalische Wachs­tums­gren­zen für Schwar­ze Löcher exis­tieren. Ent­we­der ist die­ses Schwar­ze Loch mas­se­rei­cher gebo­ren worden, als bis­lang theo­retisch ver­mu­tet worden war. Oder es könne mehr Ma­terie kon­su­mieren, als die Wachs­tumsgren­ze erlaubt – etwa weil es sehr langsam rotiert und deshalb mehr Gas aufnimmt.

Wahrscheinlich hat dieses Schwarze Loch, wenn die Theorie stmmt, die Galaxy WISE J224607.57-052635.0 längst aufgefressen … Zeit genug hatte es ja … und das wäre dann ein Blick vorwärts in die Vergangenheit und gleichzeitig in die Zukunft unserer Milchstraße, die in ihrem Innern auch ein Schwarzes Loch mit mächtig Hunger hat.