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Die Münchner haben es gut. In München kann man an der Bayerischen Staats­oper vernünftig Opern sehen. Aber selbst wenn manN/frau nicht in der Baye­rischen Staats­oper sitzt, geht das … manchmal wenigsten. Durch Zufall habe ich entdeckt, dass die Bayerische Staatsoper manchmal Vor­stel­lungen ins In­ter­net streamt, für lau. Der nächste Livestream findet am 6. Juni 2015 um 18.00 Uhr statt und ge­zeigt wird Lulu von Alban Berg … ja wie geil ist das denn 😎 Und dann war ich trau­rig, dass ich am 8. Februar den Livestream von „Lucia di Lammermoor“ mit Diana Damrau verpasst habe, die großartig gesungen ha­ben soll, auch wenn die Auf­führung ins­gesamt nur durchwachsene Kritiken be­kommen hat. Es wurde sogar gebuht, schreibt Deutschlandradio Kultur, und zwar, als die Regisseurin zum Schlussapplaus auf die Bühne kam: Barbara Wysocka … na da war ich nicht mehr nur traurig, sondern sauer. Einige werden die süße Knubbelnase 🙄 Barbara Wysocka aus dem tollen Film “Am Ende kom­men Touristen” kennen.

Das Multitalent Barbara Wysocka hat so tolle Sachen auf die Bühne gebracht, hat Musik studiert und soll an Lucia di Lammermoor gescheitert sein? Das konnte ich nicht glauben, also wollte ich es selbst sehen. Tatsächlich hat ein Freak den Livestream aufgezeichnet und in drei Akten ins Netz gestellt. Hier der 1. Akte:

Den 2. gibt’s hier und hier den 3. Akt. Also habe ich mir heute Nacht Lucia di Lammermoor reingezogen. Also so schlecht finde ich die Inszenierung von Barbara Wysocka nicht, denn sie ist fast klassisch und ich mag es klassisch und die Handlung in die 1960er Jahre zu verlegen, das ist mir fast schon zu modern. Eigentlich hatte ich bei Barbara Wysocka sogar verrücktere Sachen befürchtet. Die Irre hat mal ihren „Anti-Ödipus“ in eine Klinik verlegt, um den Inhalt ihres hochschwangeren Bauches drei Wochen vor der Geburt per Ultraschall zu zeigen und dabei mit ihrer Stimme und klassischer Musik zu berieseln, um zu demonstrieren, wie ein Ungeborenes darauf reagiert.
Barbara-Wysocka--anti
Die AZ-München trifft es ganz gut, wenn sie schreibt: „Es ist eine grundsolide Arbeit, die wie jede gute Aufführung von „Lucia di Lammermoor“ den Gesang und die Sänger in den Mittelpunkt stellt. Wer allerdings schon ein paar Arbeiten der Regisseurin gesehen hat, könnte leicht enttäuscht sein.“

Anyway: Die Buhrufe sind im Stream nicht zu hören, weil das Ende weg­ge­schnit­ten wurde. Das ist schade, denn Barbara Wysocka soll in einem syn­the­tisch glit­zernden Minikleid auf die Bühne gestöckelt sein. Das hätte ich ja zu gern gesehen 😛 Na wenigsten kann Ihnen nobody Barbaras hübsche Beine zeigen:
Wysocka-beine