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Die für ihre militärischen und geostrategischen Analysen geschätzte „Ne­sa­wis­simaja Gaseta“ hatte gestern einen interessanten Artikel darüber, warum es aus rus­sischer Sicht bei den Ver­hand­lun­gen über eine wei­te­re Begren­zung des Ein­satzes von Atom­waffen klemmt. Was Vla­dimir Kozin in „Pentagon un­ter­hält in Europa Atom­waf­fen“ für die „Nesawissimaja Gaseta“ schreibt, er­scheint mir auch aus west­licher iskander-m Sicht zu­zu­tref­fen. In einem Punkt muss nobody Ko­zin wi­der­spre­chen, wenn der schreibt: „Die USA sind bis heu­te der ein­zige Staat, der tak­ti­sche Atom­waf­fen außer­halb sei­nes Staats­gebiets auf­stellt“ und be­haup­tet, Russ­land habe seine tak­tischen Atom­waf­fen aus Be­la­rus ab­ge­zo­gen. Zu­min­dest von den Is­kander kann als si­cher gel­ten, dass sie in der rus­si­schen Gar­ni­son Bobrujsk auf weiß­rus­si­schem Bo­den sta­tio­niert sind. Ob dort auch die ato­maren Spreng­köpfe der auch konven­tionell einsetz­ba­ren Iskan­der ge­la­gert wer­den, ist unbe­kannt, wäre aber auch be­lang­los, weil die Nuk­learspreng­köpfe binnen zwei Stunden von Pskow nach Bobrujsk gekarrt werden können und Russland ein unbe­schränk­tes Durch­fahrtrecht hat.

Und dann gibt es auch noch die Exklave Kaliningrad. Formal ist das natürlich Russland, aber beim Blick auf eine Karte hat es den Anschein, als stünden dort russische Atomaffen auf NATO-Gebiet.

Russland hat eine Stationierung von A-Waffen außerhalb des eigenen Ter­ri­to­rium auch gar nicht nötig, wenn man sich die Ausmessungen des größten Lan­des der Erde vor Augen hält. Von New York nach Berlin sind es 6.400 Kilo­me­ter und Russland ist von West nach Ost 9.000 km „lang“.

Spannend ist auch dieser Satz „Nesawissimaja Gaseta„:

    Außerdem haben die drei führenden Atomwaffenmächte (Großbritannien, die USA und Frankreich) offiziell ihren Verzicht auf den Erstschlag-Einsatz, da­run­ter mit taktischen Nuklearwaffen, erklärt.

Quizfrage: Welche atomare Großmacht fehlt da?