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dance-penisnobody dankt dem Bundesverfassungsgericht, das mir mit seinem jetzt bekannt gegebenen Beschluss 1 BvR 472/14 nochmal bestätigt hat, was für ein Schwachsinn Juristerei ist – natürlich abhängig von den Juristen. Der Fall, um den es geht, ist ei­gent­lich ganz simpel und kommt jährlich gefühlte Zigtausendmal vor. Um den casus nachzu­stellen, brau­chen wir ein Weiblein und ein Männlein (dieses Männ­lein nennen wie Ficker 1) und einen nach 9 Monaten erfolg­reichen Fick. Das Kinde­lein ist aber nicht von Ficker 1, sondern von Ficker 2, mit dem Weiblein unter dem Zaun gegrast hat. Davon weiß Ficker 1 aber nix und küm­mert sich rührend um sein Schein-Kind, nicht nur, aber auch finan­ziell. Die dop­pelt Gefickte sagt auch nix und denkt sich: „lass den mal ma­chen„. Nach ein paar Jähr­chen und Zig­tausend Krö­ten kommt Ficker 1 dahinter, dass er seit Jah­ren ver­arscht wird. In dem Fall steht dem Schein­vater (Ficker 1) gegen den Er­zeuger (Ficker 2) ein An­spruch auf Er­satz der Ali­men­te zu. Nun kennt Ficker 1 aber Ficker 2 nicht … war auch kein flot­ter Sand­wich-Dreier … und fragt des­halb die dop­pelt Gefickte: Sach mal Alte, von wem ist der … nee, dat sach ich jetzt nit … wel­cher Kuckuck hat mir denn die­ses Ei ins Nest gelegt? Die Tus­sie sagt: Sach ich nit!, worauf der Verarschte die Verarscherin auf Auskunft verklagt.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 9.11.2011 – Az. XII ZR 136/09 – noch gesagt: Alte, rück den Namen raus! Das Bundesverfssungsgericht sieht es jetzt mit diesen salbungsvollen Worten anders:

    Die Beschwerdeführerin (doppelt Gefickte) erleidet durch die Verpflichtung zur Auskunftserteilung eine schwer­wie­gende Beeinträch­tigung ihres all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts. Durch die Ver­pflich­tung, über die Person des mut­maß­lichen leib­lichen Vaters (Ficker 2) Aus­kunft zu ertei­len, wird sie ge­zwun­gen, eine ge­schlecht­liche Be­ziehung zu einem be­stimm­ten Mann oder zu meh­reren bestimm­ten Män­nern preis­zugeben. Da­mit muss sie in­timste Vor­gän­ge ihres Privat­lebens of­fen­baren. Für die meis­ten Men­schen dürf­te es wenige Vor­gänge von größerer Intimi­tät geben, deren Geheim­haltung ihnen um ihrer persön­lichen Inte­grität wil­len wich­tiger wäre als ihre ge­schlecht­li­chen Bezie­hungen.
    Das aus Art. 2 Abs. 1 in Verbin­dung mit Art. 1 Abs. 1 GG folgende all­gemeine Per­sön­lich­keits­recht schützt mit der Privat- und Intim­sphäre der Einzelnen auch Aspekte des Geschlechts­lebens und das Interes­se, diese nicht of­fen­ba­ren zu müssen. Der Schutz der Privat- und Intim­sphäre umfasst An­ge­le­gen­heiten, die wegen ihres In­forma­tionsinhalts typischer­weise als „privat“ ein­gestuft wer­den, ins­beson­dere weil ihre öf­fent­liche Erörterung oder Zur­schaustel­lung als unschick­lich gilt, das Be­kannt­wer­den als pein­lich em­pfun­den wird oder nach­teilige Reaktio­nen der Um­welt aus­löst, wie es gera­de auch im Be­reich der Se­xua­li­tät der Fall ist. Fehl­te es hier an einem Schutz vor der Kennt­niser­lan­gung an­derer, wä­re die se­xuel­le Ent­fal­tung er­heb­lich be­ein­träch­tigt, ob­wohl es sich um grund­recht­lich ge­schütz­te Ver­hal­tens­wei­sen han­delt … Mit dem Recht auf Ach­tung der Pri­vat- und Intim­sphäre spezi­fisch ge­schützt ist das Recht, geschlecht­li­che Bezie­hun­gen zu ei­nem Part­ner nicht of­fen­ba­ren zu müs­sen, son­dern selbst da­rü­ber be­fin­den zu kön­nen, ob, in wel­cher Form und wem Ein­blick in die In­tim­sphä­re und das ei­ge­ne Ge­schlechts­le­ben ge­währt wird … blablabla

Ich hab da was fett hervorgehoben, um die „Logik“ der BVerfG zu ver­deut­li­chen. Die doppelt Gefickte darf schweigen, damit sie weiter und noch mehr – auch unter dem Zaun – ficken kann/darf … weiß der Geier was.

So geht Juristerei :mrgreen: