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walle-bugMeine Damen und Herren, nobody hat weder Kosten noch Mühen gescheut, hat seinen Schlepptop zum Schwimmtop umgefunzt und ist darauf zur Schäl Sick (andere Rhein­seite) gepad­delt. Dort ist leider nicht nur Party, sondern noch star­ren lange sor­gen­volle Ge­sich­ter auf Bild­schir­me, auf denen mal Daten auf­tauchen, dann wieder nicht. Aber das soll uns nicht be­un­ru­hi­gen, denn Mut­ter­schiff Rosetta taucht gerade in den Funk­schat­ten von Kometen Tschuri (von Philae aus gesehen) ein. Nein, was nicht nur nobody Sor­gen macht ist, das der klei­ne tapfere Ro­boter Sachen macht, sich ver­selb­stän­digt hat. Philae hüpft rum 😯 Und das kam so.

Als gestern das Problem mit der Düse am Kopp vom Kleinen entdeckt wurde, da haben die hier in Köln-Porz die Harpunen umprogrammiert. Diese zwei Harpunen, die Philae auf Tschuri verzurren sollen, sollten nun zu dem Zeitpunkt auslösen, der eigentlich für das Active Descent System gedacht war, also ein paar Se­kun­den früher als ursprünglich geplant. Soweit der Plan … aber die Harpunen ha­ben nicht ausgelöst 😦 Und so hat Philae nach dem ersten Touch-Down eine Wochentags-Landung hingelegt. So nennt man das, was Flug­schüler bei ihren ers­ten Landungen hinlegen … Montag – Dienstag – Mittwoch … usw., bis die Räder endlich am Boden bleiben.

Nun ist Philae zwar über 6,3 Milliarden Kilometer rumgeflogen, aber in Sachen Landung ist Philae ein Anfänger … ist seine erste. Also sehen wir ihm das nach. Zuerst hat Philae nach dem „Montag“ wohl Minutenlang nicht entscheiden kön­nen, ob er auf Tschuri bleiben will oder doch lieber wieder den Abflug macht und so ist Philae ein paar Meter über dem Boden ge­schwebt. Aber dann hat es sich der Kleine wohl mis­sions­mäs­sig über­legt und seit dem hüpft er über Tschu­ri. Viel­leicht sucht Philae nach einem gemüt­lichen Plätzchen. matt-tattoo So war das nicht ge­dacht, dass Philae Sachen macht, aber was will­ste ma­chen, wenn der Kleine 509 Mil­lionen Kilo­meter weit wech ist?

Morgen früh wissen Alle mehr und bis dahin wird gefeiert. Für die Stimmung sorgt der verrückte Dr. „Mad“ Taylor von der ESA, der hier in sei­nem Ha­waii-Hemd durch die Irdi­schen wib­belt und jedem sein RosettaPhilae-Tattoo zeigt.