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Kennen Sie Bagheera? Nicht den putzigen Panther aus dem Dschun­gel­buch, son­dern das Auto. Das war ein Dreisitzer, 3 Sitze ne­ben­ein­an­der 😯 Völ­lig Me­schug­ge! So sah das von oben im Schnitt aus. Die da­hin­ter ste­hen­de Idee, wenn es bei die­sem to­tal bagheera-schnitt be­scheu­erten Au­to über­haupt ei­ne Idee gab, war nicht die Blech ge­wor­dene Ein-Kind-Fa­mi­lie, denn selbst die hat Ge­päck und für Ge­päck war in der Schrott­mühle kein Platz. Nein, dieser Witz von Au­to war für zu kurz gekom­mene Westen­taschen-Play­boys ge­dacht. Ein flot­ter Dreier. Ich hät­te den Witz ja noch ver­stan­den, wenn der Fahrersitz in der Mit­te gewesen wäre.bagheera Gent­le­man nobody hät­te die Da­men zu­erst ein­stei­gen las­sen und dann beim Rü­ber­krab­beln in die Mit­te die zu Über­stei­gen­de freund­lich ge­fragt: „Darf ich mich mal kurz an ih­ren Hu­pen fest­hal­ten“ 😆 aber so 🙄 Aus der Zeit des Bagheera stammt auch der Bon­mots: „Nimm zwei, wenn du ei­ne be­hal­ten willstnimm2… das waren viel­leicht sexis­tische Zei­ten 😎 Ob Vla­di­mir Pu­tin daran ge­dacht hat, als der GröStraZ (größte Stra­tege al­ler Zei­ten) den Über­fall auf die selbst zu be­frei­en­de Ukra­ine be­foh­len hat? Wie nobody nun wie­der auf die­sen Schwach­sinn kommt? Ganz ein­fach:

Haben Sie sich mal gefragt, warum es im Osten der Ukraine jetzt zwei städt­ische Selbst­ver­brecher-Repub­liken gibt, Arsch­backe an Arschbacke, Donezk und Luhansk, während Vladolf Putler immer nur von einem „Neu­russ­land“ laber­dooft. Der Grund dafür ist der: Der Irre Iwan war sich un­sicher, ob das mit der Ukra­ine so klappt wie mit der Krim. Im Don­bass muss­te er mit Wider­stand rech­nen. Mit der offi­ziel­len Roten Ar­mee wäre das ja an sich kein Pro­blem ge­we­sen. Die könn­te wie ein hei­ßes Mes­ser durch But­ter bis Lemberg schnei­den. Aber das woll­te er nicht, son­dern der Schein, sein Hei­li­gen-Schein muss­te ge­wahrt wer­den. Putin woll­te nicht zu vie­le Trä­umer im Wes­ten wach­rüt­teln. Nicht nur die deutschen Dumm­Dödel soll­ten wei­ter glau­ben, dass der lie­be On­kel Vlad, der Frie­dens­en­gel, mit dem Krieg in der Ukra­ine nix zu tun hat.

Vom Prinzip her sollte es aber wie auf der Krim ablaufen, mit den Grü­nen Männ­lein. Da aber der Donbass viel größer als die Krim ist, muss­te der Angriff ge­glie­dert werden, unterteilt. Geplant waren drei Angriffsstoß­rich­tungen zur Bil­dung von drei Brücken­köpfen für Putins „Neurussland„: Donezk – Luhansk – Charkiv. Ist ja noch nicht so lan­ge her, des­halb wird sich noch man­cher daran erinnern, wie sich die Grü­nen Männ­chen Anfang April 2014 in Charkiv ver­lau­fen haben (das hat bei de­nen also Tra­dition :mrgreen: ) und wie die Trot­tel der Kompanie man­gels Orts­kenntnis das Thea­ter von Charkiv ge­stürmt ha­ben, weil sie es mit dem Rat­haus ver­wech­selt haben. Das hat man nun da­von, wenn manN auf Wodka und „loka­le Selbstbe­freier“ setzt. Und dann noch die vie­len Stu­denten in der Uni­ver­sitäts­stadt Charkiv. Dort war kein Blu­men­topf zu ge­win­nen, zu viel Intel­ligenz … das ha­ben die Kremlins schnell ein­gesehen und Charkiv vom Wunsch­zet­tel gestri­chen. Donezk und Luhansk … 2 von 3 … auch nicht schlecht … besser als „Nimm zwei, wenn du eine be­halten willst„. So kam das 😛
whiterusstrucks
Dabei sah das vor kurzem noch gar nicht gut aus. Bis zum 1. Hilfs­konvoi aus Pu­tins wei­ßer Truck-Show stand Lu­hansk kurz vor dem Fall. Die bei­den Selbst­ver­bre­cher-Re­publi­ken wa­ren wirk­lich se­pa­riert, die stra­te­gisch wich­tige Hö­he „Saur Grä­ber“ war von der Ukra­ine zu­rück­er­obert wor­den, de­ren Streit­kräf­te im Sü­den und Nord­wes­ten von Do­nezk schon in den Vor­or­ten stan­den, der Flug­ha­fen von Lu­hansk war frei­ge­kämpft wor­den usw. Und dann kam die Wen­de, so­gar mit An­sa­ge von Gurken-Igor, der auf sei­nem On­line-Kriegs­ta­ge­buch die Ge­gen­of­fen­si­ve an­kün­dig­te. nobody hat dem Strel­kow nicht ge­glaubt. Rus­si­sches Groß­maul eben. Denkste Puppe! Ich hab halt nicht ge­glaubt, dass die Rus­sen ihr vor­letz­tes Fei­gen­blatt fal­len las­sen und so mas­siv und of­fen­sicht­lich, ei­gent­lich schon fast of­fi­zi­ell mit­mi­schen wer­den. Hamse aber O_o Und so sind von 3 ge­plan­ten Brü­cken­köpfen doch 2 geblieben.

Ein Brückenkopf heißt Brückenkopf, weil man von ihm aus eine Brücke schlägt. Aber wohin? Krim? Kann sein, muss aber nicht. Putins feuchte Träume krei­sen um Dnjepro­petrowsk und Zapo­rochje, die Rüstungs- und Ra­ke­ten­fa­bri­ken. Fol­ge­rich­tig hat der frisch „gewählte“ Ober­clown von Lu­hansk, Igor Plot­niz­ki, ges­tern be­reits an­ge­kün­digt, dass es in der Ukra­ine bald wei­tere Selbst­verbre­cher-Re­pub­li­ken ge­ben wird (RIA Novosti).
Rinat Achmetow
Das passt einem gewissen Rinat Achmetow (auf dem Fo­to links neben dem al­ten ukra­inischen Ober-Korruptix Janukowitsch) gut in den Kram, denn der sieht seit der Ab­spaltung von Donezk seine Fel­le schwim­men. Ri­nat Ach­me­tow hat seine Stahl­fabri­ken in Mariu­pol (ei­gent­lich ge­hört ihm die Stadt) und Stahl braucht Koh­le, viel Koh­le. Rinat Achmetow hat zwar viel Koh­le, aber nicht die, mit der man Ei­sen schmilzt. Die­se Kohle liegt nord­öst­lich von Donezk unter der Er­de und diese Er­de wird jetzt von rus­si­schen Ter­ror-Touris­ten be­herrscht. Of­fi­ziell kann Rinat Ach­metow mit de­nen kei­ne Ge­schäf­te machen aber er kann Koh­le ge­gen Mariupol tau­schen. „Bin ich Oli­garch oder nicht? Bin ich, also ist egal, wen ich schmie­re.“

In dieser Woche haben sich bis heute mindestens 500 neue Russen (nicht zu verwechseln mit „Neurussen„) in den Donbass verlaufen, wie­der mit ihren Dienst­fahr­zeugen. Wohin damit? Nach Wes­ten oder Süden (Mariupol)? Das wird gera­de aus­baldowert. Der Kreml will vor dem Win­ter ei­ne ge­rade Front im Wes­ten und dort stört der Sack rund um den Flug­ha­fen Donezk (oder was von dem übrig ge­blie­ben ist). Ich ver­mute, dass sich Pu­tin mit sei­nem „Wunsch“ durch­setzen wird, aber: Ei­ne Hand wäscht die an­de­re. Wenn Rinat Achmetow den An­griff auf den Flug­hafen fi­nan­ziert, dann be­kommt er sein Mariupol, oder bes­ser die Koh­le für sei­ne dor­tigen Stahl­wer­ke. Da­für gibt es zwei Mög­lich­kei­ten: Ent­we­der wird Mariupol von der Selbst­ver­bre­cher-Re­pub­lik Donezk selbst­be­freit, was sich in der Ver­gan­gen­heit be­reits mehr­fach als schwie­rig er­wie­sen hat, oder Rinat Achmetow be­kommt die Koh­le auf dem klei­nen Dienst­weg, nicht of­fi­ziell von den Selbstver­bre­chern, son­dern auf dem Um­weg über Russ­land.

Jupp, so passt es und deshalb geht es bald wieder los.