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Oder wie nobody lernte, Luv und Lee zu unterscheiden

Wasser ist nicht mein Freund. Ständig falle ich rein, wie in Kopenhagen, aber das ist eine andere Geschichte. Trotz der fundierten Feindschaft zum Wasser hat sich nobody seiner Liebsten zu Liebe, wie schon in Schweden#2vomit zu lesen ist, der Hohen See, Gott und übergeben. Die­se Ge­schich­te hier spielt aber an einem an­deren Ort, wenn auch lei­der wie­der auf dem Wasser und das Boot war auch größer, was die Ange­legenheit jedoch nicht sicherer macht. Im Gegen­teil. Auf allem, was größer als eine Jolle ist, muss manN aktiv mit­spielen und manN kann oder will oder nicht. Wichtig sind be­son­ders die Kom­mandos, die der Skipper mit allerhand see­manns­la­tei­ni­schen Be­grif­fen spickt. Weiß manN mit den kryp­tischen Rufen nix anzu­fangen, dann gibt es auch schon mal einen Baum an den hals O_o

Wasser ist nass und überträgt diese nasse Eigenschaft auf alles, was mit Was­ser in Berührung kommt. Und glauben Sie nobody, auf einem Segelboot gibt es viel Be­rührung. Ich weiß ja nicht wie es Ihnen geht, aber wenn nobody eine nas­se Unter­hose hat, dann hat er diese be­reits ein­ge­nässt oder ist kurz davor … will sagen: Der nas­se Un­ter­hosen­zu­stand bewirkt Harndrang. Das Boot war, wie ge­sagt, dies­mal zwar größer, eine Soling
soling
… aber immer noch zu klein für einen Entsafter. Was tun sprach Zeus, die Göt­ter sind be­soffen und pis­sen vom Olymp und nobody über die (nicht vor­han­de­ne) Re­ling. Das ist auf dem Was­ser im Prin­zip wie auf Land: nie ge­gen den Wind schiffen. Wo­her der Wind weht, ist auf ei­nem Se­gel­boot leicht zu er­ken­nen, näm­lich an der Krän­gung, oder anders aus­ge­drückt: wo das Was­ser nä­her ist, ist Wind­schat­ten und die Toilette. Dazu hab ich eine Esels­brücke, aber da­zu kom­men wir noch.

Nur ist Pipi machen auf so einem natürlichen BootsKlo nicht so entspan­nend wie an Land … Kreuz durch­drücken und lau­fen lassen is nich … und im Stehen zu pin­keln nicht empfehlens­wert. Vielmehr empfiehlt es sich zu knien und den Schlauch nur mit einer Hand zu dirigieren und mit der an­deren Hand dieses wag­hal­sige Manöver am Bootsrand abzu­sichern. Während nobody also im Trial-and-Error-Verfahren die Blase ent­leert, schallt es fröhlich von links: „Das kann ich a-auch!“ Obwohl es bei mir noch rie­selte, habe ich mich diesem „a-auch“ zu­ge­wandt und was ich da zu sehen und ge­boten bekom­men habe, das hat sich für immer in meine Stirnlappen eingebrannt. Da ich für ein Foto gerade keine Hand frei hatte (Begrün­dung finden Sie weiter oben), muss ich dieses un­aus­lösch­li­che Bild für Sie aus meinem Cortex entwickeln.

Meine Seebärin balanciert mit dem rechten Bein auf dem Rand der Nussschale, die rechte Hand mit festem Griff in das recht schlaffe Segel verkrallt und spreizt das linke Bein graziös wie eine Ballerina fast im rechten Winkel weit ab über die tosende See … naja, getost hatte es gerade nicht, denn sonst funzt das wohl nicht, aber immerhin. Wie gesagt, sie spreizt und … lässt es laufen 😯 … ach so geht das!? Hier ein „Symbolfoto“ (Fotomontage):
sailgirl
Das war mein erstes Mal und dann gleich im Stehen … Sie können sich ja gar nicht vor­stellen, wie entgeistert nobody war. Mein eigenes Ge­schäft hatte ich ob dieser Show-Einlage ganz ver­gessen, woran mich die Kapitöse mit einem frechen „kannst ein­packen, da kütt nix mie“ (da kommt nichts mehr) er­innert hat. Ich weiß nicht, ob es beim Mann auch so funzen könnte … hab diesen Stunt nie pro­biert … aber für Frauen scheint Stehpinkeln auf dem Meer kein Problem zu sein. girl-pee-boatViel­leicht liegt es auch daran, dass die weib­liche Hydrau­lik mo­derner als die männ­liche ist. Schließ­lich ist bei denen ja schon alles unter Putz verlegt. Trotz­dem be­vor­zugen Frau­en un­ter die­sen wi­drigen Um­stän­den die kon­ven­tio­nel­le Sitz­hal­tung, wie ich in der all­wis­sen­den Müll­halde er­googelt ha­be und oben zu se­hen ist.

Wie auch immer: Von diesem denkwürdigen Tag an habe ich den Unterschied von Luv und Lee nicht mehr vergessen: Lee machenpee machen :mrgreen: das ist meine Esels­brücke. Für Back­bord und Steu­er­bord habe ich auch eine. In „Steu­erbord“ kommt das „R“ zwei­mal vor, des­halb ist es „rechts“. Bei den Posi­tions­lich­tern ist es aber um­ge­kehrt. Da ist Rot nicht rechts, son­dern links. Eigent­lich ist se­geln ganz einfach 🙄 Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln geh’n

Vielleicht wird ein Skeptiker diese Geschichte anzweifeln und sich fragen, wer das Boot gesteuert hat während des Synchron-Pinkels. Nun, das habe ich oben schon ver­raten: es war eine Soling, ein Dreihandboot. Es war also noch Eine an Board 😛 Viel­leicht die hier? Noch eine Muschi, die über Bord pinkelt
kitty-pee
PS: Vielleicht hätte ich für diese Geschichte eine neue Kate­gorie auf­machen sol­len: „Was manN nie über Frau wissen will und doch erfahren hat“ … aber das ist irgendwie zu lang 😛