Schlagwörter

, , , ,

Auf meine Abneigung gegen burkonews hat ein User gefragt, was denn mit „ukraine@war“ wäre. Nun, dort gucke ich oft vorbei, denn die Lokalisationen dieses Bloggers sind sehr gut. Keine Ahnung, wie der das macht, aber er macht es gut. Das Problem ist sein Ausgangsmaterial. Ein Beispiel für dieses Problem:

Kurz nach dem Abschuss von MH17 tauchte dieses Bild auf …
MH17 4
… von dem behauptet wurde, es zeige die Spur der BuK, die die Boeing 777 vom Himmel geholt hat. „ukraine@war“ hat den Standort der Abschuss­einrichtung völlig richtig ermittelt, aber was auf dem Foto zu sehen ist, das ist nicht die Abschuss­fahne einer BuK. Ich bin auch zuerst darauf rein­gefallen, aber dann habe ich mir die Wetterberichte vom 17. Juli 2014 für den Donbass an­gesehen und so himmelblau war es an dem Tag nicht. Außer­dem habe ich mir noch Fotos und Videos von BuK-Starts angesehen und auf denen sieht der „Kon­dens­strei­fen“ ganz anders aus. Man sieht eben, was man sehen will und dann sucht man nach dem pas­senden Bild und so multi­plizieren sich mögliche Fehler. Ich sage nicht, dass das oft bei „ukraine@war“ passiert und bestimmt ist es bei dem Blog­ger keine Absicht, aber es passiert eben.

Wer sich an die Öffentlichkeit wendet, und sei es nur als Blogger, der über­nimmt Verantwortung für seine Veröffentlichungen. Unwahrheiten zu ver­brei­ten ist m.M. nach ver­ant­wor­tungs­los und Lügen krimi­nell. Das erste Opfer eines Krieges sei die Wahrheit, sagt man. Die geopfer­te Wahrheit weiter zu mal­trä­tie­ren, ist Lei­chen­schändung. Wem nützt die Lüge? Keinem, nicht dem Lüg­ner, der dadurch un­glaub­würdig wird, und erst recht nicht dem Belogenen.

Was im Netz veröffenlicht wird, das ist zu fast 100% aus zweiter, dritter, vier­ter Hand, das Ergebnis „stiller Post„. Um so wichtiger ist es , die Quelle zu kennen und zu gewichten. Wer das nicht tut, der handelt auch ver­ant­wort­lungs­los. Ein Pa­rade­beispiel für Ver­antwortungs­lo­sig­keit ist das Ge­zwitscher von diesem „lennutrajektoor„, bei dem in jedem zweiten Tweet „con­firm­ed“ vor­kommt. BULLSHIT! Zu­erst habe ich auch ge­dacht: Boah, der hat viel­leicht gu­te Infos, aber bald ist es mir zu an­stren­gend ge­worden, die paar Körn­chen sal­zige Wahr­heit aus dem Hau­fen Hühner­kacke raus zu picken, die dieser Wich­tig­tuer täg­lich in die Welt köttelt und die tausendfach retweeted werden.

Auf Euromaidan war ich vielleicht zwei oder drei Mal … muss ich nicht haben. Jeden Tag RIA Novosti und Gurken-Igor (jetzt dessen Erben), das reicht an Propaganda.

Die beste Quelle für Infos über den Krieg in der Ukraine sind für nobody immer noch die russischen Sekretärinnen und ihre Dashcams auf dem Weg zur Arbeit. Was die auf VK alles „verraten“ ist ein Quell unendlicher Weisheit 😆 Erinnern Sie sich noch an den „Lippenstift aus Amsterdam„? Die Tussie aus Torez war doch der Hammer. Mit der hat es nobody sogar in russische Blogs geschafft.