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PC-VirusVon Cyberwar, dem Krieg im Internet, ist aktuell viel die Rede, auch weil die Bundes­re­gie­rung per Gesetz Sicher­heit schaffen will 🙄 Traumtänzer im Neuland. Cyberwar, das ist nicht nur DDoS, Viren, Tro­janer, das sind in der virtuell glo­balisier­ten Welt auch die um den Erdball schwap­penden und ma­ro­die­renden virtuellen Bil­lionen, die ganze Volks­wirt­schaf­ten zer­stören können. Und zum Cyber­war zähle ich auch den Info­war. Das ist kein Krieg um In­for­ma­tio­nen, wie der Be­griff In­fo­war glau­ben ma­chen könn­te, das ist der Krieg ge­gen Infor­ma­tio­nen. Die­ser Krieg ist ein Ver­bre­chen ge­gen die Mensch­heit, nicht die Mensch­lich­keit, was auch im­mer die­ser beklopp­te Be­griff zum Aus­druck brin­gen soll.

Nur der aufgeklärte Mensch kann ein verantwortungsvoller Erdenbürger sein. Was unaufgeklärte, pro­pa­gan­da­verblendete Mas­sen anzurichten vermögen, hat Nazi-Deutschland gezeigt. Hitler und andere Beherrscher des menschlichen Geistes waren und sind auf den unaufgeklärten, den uninformierten Menschen angewiesen.

Von beispielloser, totaler Beherrschung des menschlichen Willens zeugt der Islam. Keine Religion hat in der Neuzeit, nach Renaissance und Aufklärung geschaffen, was der Islam mir seinem „Islamischen Staat“ (IS/ISIL/ISIS) hervorgebracht hat. Diese Aus­geburt der Hölle ist für mich der Beweis dafür, dass der Islam überhaupt keine Religion sein kann. Keine Religion hat es bisher geschafft, den mensch­lichen Geist am Fortschritt zu hindern, neugierig am Rand der Scheiben­welt um die Ecke zu gucken, um zu sehen, wie es da weitergeht. Galileo, Kopernikus, Kepler konnten ein paar Wimpern­schläge lang unterdrückt werden. Mehr, länger war es nicht, wenn man die Epoche der Inquisition ins richtige Verhältnis zu den fast 14 Milliarden setzt, die unser Kosmos schon existiert.

1,6 Milliarden Menschen in die Vergangenheit zu treiben, das schafft keine Religion. Dazu bedarf es Gewalt, Gewalt gegen Körper und Geist. Wie diese Gewalt gegen den Körper aussieht, das sehen wir tagtäglich in den Bildern aus dem Irak, Syrien. Um die Gewalt gegen den Geist zu sehen, muss man den Koran lesen. Das ist pure Wasch­mittel­werbung. Oder besuchen Sie eine Mo­schee während des „Gebets„. Im Vergleich zum isla­mischen „Gebet“ ist das „Vater unser“ ein abendfüllender Vortrag. Gebets­mühlenartig wird im Salat ( 🙄 ich kann doch auch nix dafür, dass deren Gebet so heißt) die kurze erste Koran-Sure und die Shahada wiederholt und das fünfmal am Tag (wieso eigentlich fünf­mal? Im Koran, Sure 30, 17 – 18 ist nur von vier Tagesgebeten die Rede … egal, wird schon seine Richtigkeit haben).

Der Koran ist Infowar pur. Sie werden darin fast keine his­to­ri­schen Infos aus der Zeit des selbster­nannten Propheten Mo finden. Nur in wenigen Suren aus Mohammeds Zeit in Medina finden sich Andeutungen über his­to­ri­schen Er­eig­nis­se jener Zeit, ganz anders als in weiten Teilen des Alten Testaments, z.B. der Chronik, Richter, aber auch die fünf Bücher Mose, wo his­to­rische oder auch nur erfundene Geschehen breiten Raum ein­nehmen. Das ist Teil des Krieges, den der Koran gegen Infor­mationen führt, auch mit sich selbst. Kalif Omar hat alle ihm nicht genehmen Koran­verse vernichten lassen und sein Nachfolger Kalif Uthman hat, was übrig ge­blieben ist, in diese witzige Form gebracht, bei der die Suren ohne Sinn und Verstand der Länge nach sortiert sind.

Während in der jüdischen Thora und der christlichen Bibel Gott allenfalls zehn Mal mit wörtlicher Rede in Erscheinung tritt, ist der Koran nach dem Glauben der Koranisten 100% Allahs Wort. Wie könnte man dann daran zweifeln?

Der totale Infowar will Zweifel an der einen Waaaaahrheit vernichten. In den Info-Schlachten davor geht es zunächst darum, Zweifel an anderen Wahrheiten zu säen. In der Beziehung kann man viel aus dem Koran lernen. Dessen Re­dak­toren waren geniale Rhetoriker.

Aber Rhetorik, das kunstvolle Wort, ist nicht der Sinn einer Information, sondern nur ihr Transportmittel. Es geht darum, Informationen in klaren, un­miss­ver­ständ­lichen Worten jedermann zugänglich zu machen. Ob diese so vermittelten Informationen dann wahr oder unwahr sind, das steht auf einem anderen Blatt. Ein aktuelles Beispiel:

stern-blaugelb

Ob die Fantastic-4-Moskau oder wer auch immer, jemand hat den Sowjetstern auf einem Zuckerbäckerstil-Hochhaus in Moskau zur (oberen) Hälfte hell­blau angemalt. Das ist eine historische Tatsache, an der es nix zu zweifeln gibt, wes­we­gen z.B. die staatliche rus­sische Nach­rich­ten­agen­tur ITAR-TASS das genau so berichtet. Was jedermann sehen und lesen kann ist, dass die obere Hälfte des güldenen Sowjetsterns himmelblau ist, während die untere Hälfte ver­dächtig gelb aussieht. Wenn man dann einen Mann auf der Spitze des halb bemalten Sowjetsternes neber der Flagge der Ukraine sieht und weiß, dass dieser Mann, ein gewisser Alexander Keller, Ukrainer ist, dann fällt es angesichts des Krieges im Donbass nicht schwer, auf den informativen Gedanken zu kommen, dass der Sowjet­stern-Bemaler die Farben der Ukraine im Sinn hatte, als er den Quast geschwungen hat. Das ist zwar nur eine Schluss­folgerung, aber die einzig sinnvolle, also beinhaltet diese Schlussfolgerung eine his­torische Tatsache. Diesen Teil der Information unterdrücken die meisten russischen Medien und das nennt man Propaganda: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Ein anderes Beispiel: Flug MH17 ist vor fünf Wochen in Teilen außerplanmäßig im Donbass gelandet, abgestürzt heißt es, auch in westlichen Medien. Keine Frage: Zu sagen, MH17 wurde abgeschossen, ist eine Schlussfolgerung, aber bis jetzt die einzig sinnvolle, denn diese Schluss­folgerung besagt ja noch nicht, wer MH17 abgeschosen hat und wie. Es könnten die Ukrainer gewesen sein, oder die Russen, oder die Grünen Männ­lein im Donbass. MH17 kann von einer am Boden abge­feuerten Flug­abwehrrakete ge­troffen worden sein, oder von einer Rakete, die von einer Militärmaschine in der Luft abge­feuert wurde. Diese beiden einzig sinnvollen Varianten stehen zur Wahl, aber in beiden Fällen ist MH17 nicht bloß abgestürzt, sondern abgeschossen worden und deshalb ist die Info „MH17 abgestürzt“ unvollständig und nahe an Propaganda.

russentrollex

Diese Propaganda nur unvollständiger Information ist Teil des Infowars. Dieser Infowar kennt nicht nur die offiziellen Krieger, wie RIA Novosti, RT, AP, dpa, SPIEGEL, ZEIT, BILD usw., sondern auch und vor allem die vielen inoffiziellen Untergrundkämpfer. Ich bin so ein Untergrundkämpfer. nobody macht Pro­pa­ganda. Das ist die Wahrheit und zu der stehe ich! Aber das ist nix Ungewöhnliches, denn jeder, der seine Meinung öffentlich kund tut, betreibt Propaganda. Meinung ist immer manipulativ. Es gibt keine objektiv „waaahre“ Meinung. Deswegen ist es auch völlig sinnlos, Meinungen zu bekämpfen. In der ZEIT rief gestern Jochen Wegner dazu auf, Russen-Trollen nicht das Feld zu überlassen, was Meinungskampf bedeutet, nur feiner ausgedrückt. Das ist Unfug. Meiner Meinung sollte die Devise lauten: „Dont feed the TROLL!“ Taucht z.B. zu einem ZEIT-Artikel als erstes ein Russen-Troll-Kommentar (aka Trollrotz) auf, dann kann man den ignorieren und alle Russen-Trolle dieser Welt könne sich unter­einander selbst befruchten. Dumm an dieser Strategie ist aber, dass ein Unbedarfter, der zufällig in diese einseitige Troll-Schlacht gerät, den Eindruck gewinnen könnte, die Russentrollerei sei einhellige Meinung und wenn es alle sagen, dann wird es wohl schon stimmen. Das Feld ist überlassen.

Das ist IMHO der falsche Weg und es geht viel einfacher, diesem Infowar den Stecker zu ziehen: Abschalten! Keine Kommentare zu nix! Der SPIEGEL macht das seit Jahren so zu Themen, die den Islam betreffen, z.B. „Ehrenmorden„. Die FAZ hat seit einer Woche die Nase voll vom Trollrotz der Russen-Trolle und öffnet bei Ukraine-Themen nicht mehr den Kommentarbereich. Sollen sich die Troll­russen doch bei Telepolis, der Propagandaschau, RML oder anderen Un­ter­grund­kämpfern ausheulen.

Noch besser wäre es, man träfe sich auf der Straße oder in der Kneipe … ein echter sozialer Kontakt eben. Da kann manN/frau nicht mit 4 Avataren, 5 Nicks und falscher Identität im virtuellen Schlepptau auftauchen und Ver­mum­mungs­ver­bot gilt dann auch. Dann könnte man die wahren Meinungs­machtverhältnisse sehen.

schwarzerblock

Ich bin mir sicher, dass dann die Russen-Trolle zwar zah­len­mäßig weit un­ter­legen auf­tau­chen würden, aber in der bekannten Art der Schwar­zen Blocks bei Demos gut organisiert, vermummt und mit Base­ballschlägern be­waff­net, kurz: wie der Saal­schutz der NSDAP, die SA oder SS. Das würde vieles ein­facher machen. Die Polizei wüsste, wen sie zu greifen hätte und wir Alle, die verantwortungsbewussten Bürger dieses Staates wüssten, wen wir in die Demokratisierungsanstalten zu stecken hätten, denn von dieser Idee will ich nicht lassen. So wie im Cyberwar Viren bekämpft werden, sind im Infowar Trolle zu bekämpfen … durch Quarantäne … damit sich nicht alle anstecken und am Ende schreien: „Heil Putin!

heil-putler

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