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Die Flughöhe von MH17 ist nicht ganz klar. Es ist von FL330 bzw. FL370 die Rede, aber angesichts der folgenden Unsicherheit, spielen die 1000 Meter Höhenunterschied keine bedeutende Rolle. Der Unsicherheitsfaktor in dieser ersten, vorläufigen Berechnung besteht darin, wie zerlegt die Boeing 777 schon in der Luft war, denn kleine Trümmerteile fliegen nicht so weit, wie große. Die ersten Bilder der Trümmer zeigen sehr nahe beieinander liegende Teile, was bedeutet, dass die Maschine weitestgehnd intakt aufschlug. CNN zitierte Au­gen­zeugen, die gesehen haben wollen, dass die Maschine schon in der Luft zerlegt wurde. Aus leidlicher Berufserfahrung weiß ich, was ich von solchen Zeugenaussagen zu halten habe: nigges, niente, nada, nix.

Aus der Physik ist dem einen oder anderen der Lehrsatz von der Impuls­er­hal­tung vielleicht noch bekannt. Gäbe es keinen Reibungs- und Luftwiderstnd, würde die angestoßene Billardkugel ewig weiter geradeaus rollen. Die Ge­schwin­digweit der Boeing ist der Impuls, der an die getroffene Maschine und/oder ihre Trümmer weitergegeben wird. Dabei wirkt der Luftwiderstand auf kleinere Trümmer stärker als auf eine intakt abstürzende Maschine. Die „Wurfweite“ der Maschine wäre intakt und ohne Luftwiederstand eine perfekte Parabel(-hälfte) mit einem Scheitelpunkt in Höhe von 10.000 bis 11.000 Meter. Dann läge der Aufschlagpunkt etwa 6.000 bis 7.000 Meter vom Scheitel entfernt (plan pro­jeziert). Angesichts der Ungewissheit über den Zustand der Maschine nach dem Treffer, kommt hier eine „Wurfweite“ von 3000 bis 5000 Meter in Betracht (vielleicht auch weniger, wenn die Maschine z.B. noch eine funktionieren Düse hatte, die ihren ursprünglichen Kurs verrissen hätte).

Zum Kurs von MH17. Die Boeing war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Hier ein Ausschnitt aus dem Skyway über dem Donbass:
mh17-1
MH17 ist also exakt en route aufgeschlagen (gelber Punkt mit rotem Rand). Letzter Funkkontakt zur Maschine bestand bei Torez. Von da bis zur russischen Grenze sind es ca. 25 km, aber das ist nicht weiter von Bedeutung, denn der Treffer kann später erfolgt sein. Wichtiger ist die Position, wo MH17 vom Radar verschwunden ist und die ist mit noch nicht bekannt. Die Trümmer liegen ca. 8 km von der Grenze zu Russland entfernt. Rechnet man zu diesen 8000 Metern eine mittlere Wurfweite von 4000 Metern hinzu, dann kom­men wir auf 12.000. Das ist die eine Seite vom Satz des Pythagoras. Die Andere ist die Flughöhe (10 bis 11.000 Meter). Die Wurzel aus der Summe der Quadrate und wir kommen zu einer optimalen Schußentfernung von ca. 15600 Metern. Verlegen wir den Abschußort jenseits der Grenze, dann ergibt das eine Flugbahn von über 31.000 Metern … zu weit für eine russische Flugabwehrrakete. Da wir jetzt viel drüber diskutiert, on das eine SA-11 (aka BUK) war, dabei ist das völlig nebensächlich, denn die Russen mehrere Modelle, die bis zu 30 km fliegen. Die BUK hat allerdings die perfekte Abschussweite von minimal 15.000 Metern.

Nun könnte ein Schlaufuchs einwenden, mein rechtschenkeliges Dreieck leide darunter, dass man nicht weiß, wo die Abschussvorreichtung stand. Das stimmt, aber die BUK kann nicht vertikal abgeschossen werden, wie die Raketen des israelischen Iron Dome, sondern im Winkel von … das weiß ich jetzt nicht genau und für diese erste nur annähernde Berechnung ist das auch Wurscht. Wenn ich mehr Daten habe, werde ich meine Rechnung verfeinern.

Nun könnte einer einwenden, ich blende aus, dass auch die Ukra­iner hätten schießen können. Richtig, nur ist dieser Bereich um den Aufschlagpunkt seit zwei Tagen wieder in der Hand der Selbstverbrecher, wie ich hier berichtet habe und Torez war es immer schon. Nur ganz kurz standen ukrainische Kräfte in der Senke zwischen Snizhne und „Saur Gräber„.

Und die Hardcore-Putinisten werden noch auf die Idee kommen, dass ein ukra­inischer Kampfjet MH17 abgeschossen hat. Tja, wie soll man mit Vollpfosten diskutieren? Die Ukraine setzt Erdkampfflugzeuge ein. Was soll sie mit Strato­fightern, wo die Terror-Touristen doch keine haben.

Noch was zu den russischen Boden-Luft-Abwahr-Raketen: Das sind natürlich Shoot-and-Forgetty, mit einer großen Streibreite bei der Detonation am Ziel. So eine SA-11 muss die Boeing nicht getroffen haben. Wahrscheinlicher ist es, dass sie nahe einer Düse explodiert ist und fatale Schäden auch am und im Cockpit angerichtet hat.

Natürlich haben die russischen Terror-Touristen im Donbass BUK. Hier steht eine vorgestern in Donezk rum:
bug-donezk-15072014
Und wenn Sie sich das Video von der Entladung der Großlieferung bei Sudscha naoch einmal angucken, dann weden Sie da auch welche sehen, wobei ich natürlich nicht weiß, ob die schon ausgeliefert wurden.

So, für heute … nee, ist ja schon morgen … habe ich die Schnauze voll von Kartoffelkäfern. Ach ja, bevor ich es vergesse: Hier das Posting von Igor der Gurke, in dem er der Abschuss zugibt, nur wusste er da noch nicht, dass seine Selbstverbrecher eine zivile Passagiermaschine vom Himmel und 295 Menschen in den Tod geholt haben 👿
girkin-mh17