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besen-coloradoHeute Nacht ist es den russischen Selbst­ver­brechern gelungen, die Grenz­sta­tion bei Dmitrijevka (roter Punkt in der Karte) zu erobern. Wer ein bisschen Militär­geschichte kennt, weiß, dass am 17. Juli 1943 an genau dieser Stelle die 28. (Sowjet-)Armee ihren Angriff auf die (deutsche) „Zi­ta­delle“ geführt hat. Wer glaubt, dass die russischen Selbst­befreier in der Ost­ukraine selbst auf diese Idee mit Dmitrijevka gekommen sind, ist ein Voll­trot­tel. Putins Generäle in Moskau halten sich genau an Stalins Plan vor 71 Jahren. Keine Ahnung wie viele Kar­tof­fel­kä­fer seit heute Nacht Rich­tung Donezk gekrabbelt sind, aber die ukra­inische Armee wäre gut beraten, dieses Nach­schub­loch schnell zu schlie­ßen. Das geht aber nicht auf direk­tem Weg. Die ukra­inischen Streit­kräfte kon­trol­lie­ren zwar die strate­gisch absolut wich­tige E50 (M-04) bei Petro­pavlivka (hell­grünes Rechteck), aber ein Vorstoß von dort dürfte zurzeit noch un­möglich sein. Die einzige Mög­lichkeit die Grenze wieder zu schlie­ßen be­steht von Lu­hansk (gelbes Rechteck – gelber Pfeil). Lu­hansk ist aber noch nicht ganz kar­tofelkä­fer­frei. Der Flug­hafen ist zwar unter Kon­trolle der Ukrainer, aber in der Stadt halten sich noch ein paar rus­sische Selbst-Ter­roristen.
Ukraine_11062014
Vom jetzt kartoffelkäferfreien und strategisch wichtigen Mariupol (dun­kel­grün­es Rechteck) am Azovschen Meer dürfen die ukra­inischen Streit­kräfte auf kei­nen Fall abgezogen werden, denn sonst könnten die 5000 noch „ech­ten“ Rus­sen, die bei Rostow am Don Manöver vor­täuschen auf die Idee kommen, zu Grünen Männlein zu mutieren und der Ukraine den Zugang zum Azovschen Meer wieder weg zu nehmen. Auch die Kreu­zung bei Melitopol muss unbedingt weiter von der Armee der Ukraine ver­teidigt werden. Die Kartoffelkäfer hatten ja ver­gan­ge­nen Donnerstag/Freitag bereits versucht, die E58 bei Marynivka (pinker Punkt beim Bazooka-Mann) zu erobern, konnten aber zurück­ge­schlagen wer­den. So­lange Melitopol kartoffelkäfer­frei bleibt, werden die tausende Kar­toffelkäfer von der Krim nicht los krabbeln.

Eigentlich ist die Lage der Selbstverbrecher im Donbass bereits aussichts­los. Ich würde jetzt nicht länger an Slowjansk und Kramatorsk (rote Rechtecke) rumdoktern, sondern mit allen Pan­zern den Haupt­angriff auf Donezk beginnen. Die Selbst-Terroristen unter dem selbsternannten Feldherrn-Clown Igor Girkin müssen nur durch einen „Scheinangriff“ von Charkiw aus gebunden werden. Charkiw (gelb-blaues Oval) in den Griff zu kriegen, haben die Strategen im Kreml längst aufgegeben (zu viel Intelligenz in dieser Universitätsstadt), wes­wegen auch die Feldlager bei Brjansk und Belgorod geräumt wurden.

So viel zur aktuellen Lage der Aktion „Wie fegt man die Ost-Ukraine aus?„.