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transnitrien-mapDer SPIEGEL berichtet über Trans­nis­tri­en. An­sich nicht Flag_of_Transnistriader Re­de wert, we­der Ar­ti­kel noch das „Land“. Lo­bens­wert ist je­doch, dass der SPIE­GEL we­nigs­tens er­wähnt, dass Tei­le der in Odes­sa im Gewerk­schaftshaus ver­brann­ten und er­stick­ten Ju­bel-Rus­sen aus Trans­nis­trien rü­ber ge­kom­men sind, um ein biss­chen selbst­befrei­enden Kra­wall zu provozieren. An­geb­lich sorgt man sich im Wes­ten, dass Russ­land nach Trans­nistrien ein­mar­schiert. Was ein Kack! Gar nicht nö­tig. Of­fi­ziell sind 1200 Rus­sen stän­dig in Trans­nistrien sta­tioniert. Tat­säch­lich sind es 1500 Solda­ten und seit über einem Monat macht dort die Rote Armee mit zu­sätzlichen 2000 Mann „Manö­ver“. Russ­land ist Schutz­macht von Trans­nis­trien. Oh­ne Russ­land gä­be es die­ses Land gar nicht, das seit knapp 24 Jah­ren exis­tiert und von keinem Land der Erde an­er­kannt wird, nicht ein­mal von der Schutz­macht Russ­land. Vor wem Russ­land Trans­nistrien schützt? Das ist noch nicht raus. Of­fi­ziell vor Molda­vien (aka Moldau), von dem sich Trans­nis­trien nach dem Zer­fall der UdSSR los­ge­sagt hat. Aber Mol­davien will Transnis­trien über­haupt nicht zu­rück. Trans­nistrien ist der­art arm, dass es dort „bes­sere“ Ar­beits- und Pro­duk­tions­be­dingungen als in Afri­ka oder Asien gibt. Wenn Sie mal Be­kleidung z.B. bei ALDI ge­kauft ha­ben, dann kam die mit töd­licher Sicher­heit aus Transnistrien. Trans­nis­trien wird von Mol­dau und der Ukra­ine ein­ge­quetscht und ist oh­ne Hil­fe von au­ßen nicht le­bens­fä­hig. Der Staat mit allem drum und dran, inklu­si­ve der Men­schen ge­hört im we­sent­lichen zwei Men­schen: Ordin Vilor Nikolaje­witsch und Igor Nikola­jewitsch Smirnow. Letz­terem gehört fast die gesamte Wirt­schaft, die aber nur dazu dient, Geld zu wa­schen, auch aus Men­schen­han­del. Die­ser Mafiosi wurde sogar Putin zu­viel, wes­wegen er ihn bei den Wah­len 2011 als Präsi­den­ten aus­tauschen ließ. Gewinnen durfte ganz über­ra­schend Jew­geni Schew­tschuk. Jetzt gibt es in Trans­nis­trien ei­ne „Macht­ba­lan­ce“ zwi­schen Poli­tik und Oli­gar­chie, ähn­lich wie im Kreml. Al­ler­dings nur zum Schein, denn der neue Präsi­dent Schew­tschuk war vor­her, seit 1998 bis zum Amts­antritt, Mit­ar­bei­ter in diver­sen Un­ter­neh­men des Sheriff-Kon­zern und der ge­hört Igor Ni­ko­la­je­witsch Smir­now ***. Man nennt da­her den am­tie­ren­den Prä­si­den­ten Trans­nistriens auch gern „Pro­kurist Schewtschuk:mrgreen: Weil aber ein biss­chen Un­abhän­gig­keit sein muss, hat Schew­tschuk die rus­sische Staats­bür­ger­schaft.
Igor-Smirnov
An Igor Nikolajewitsch Smirnow (Foto) kann man auch noch schön er­ken­nen, wo die Ur­einwohner von Bessarabien her­kamen: Das sind Nach­fah­ren der Gol­dene Horde.

Wie dem auch sei: Russland will das verfluchte Land nicht. Es taugt nicht ein­mal zum Aufmarsch­gebiet ge­gen die Ukra­ine oder Mol­dau, weil es ein­fach nicht tief ge­nug ist. An sei­ner schmals­ten Stel­le ist Trans­nis­trien 0 Meter breit (Stel­le in der Kar­te rot ein­ge­kreist) … jupp … es gibt ei­gent­lich zwei Trans­nistri­en: Nord und Süd.

*** Offiziell gehört Sheriff natürlich den beiden Stroh­män­nern Wiktor Guschan und Ilja Kasmaly.