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Die ZEIT hat mich zwar aus ihrem Forum rausgeworfen, aber deswegen lese ich die doch immer noch gern. Heute hat mich ein Artikel darüber beeindruckt, wie viele Russen in Berlin leben, warum sie hier leben und wie sie hier leben: „Sie lieben Berlin und schwärmen von Russland„. Lesenswert! Ich kenne die dort be­schriebenen Menschen nicht, aber sie entsprechen dem Typus Russe, den ich ken­nen­ge­lernt habe, besoffen, nicht nur vom Wodka, sondern von durch und durch falschen Patriotismus. Jener Art Pa­trio­tismus, der über Nationalismus hin­aus zu Faschismus führt. Wehe, wenn sie um Hilfe rufen und sie werden rufen.

Zum Beweis, die eigentliche Nationalhymne Russlands: Katjuscha (КАТЮША) hoch 2 😆

Süß, oder … Welches Volk wäre sonst auf die Idee gekommen, ihrer mi­li­tä­rischen Erfindung des Raketenwerfers einen Mädchen-Kosenamen zu geben: Käthchen, die Stalinorgel … wir haben es nur zur dicken Berta gebracht.

    Die Apfel- und die Birnbäume erblühten,
    Nebelschwaden lagen über dem Fluss,
    da ging Katjuscha hinaus aufs Ufer,
    auf das hohe, steile Ufer.
    Sie ging hinaus und sang ein Lied
    über einen grauen Steppenadler,
    über den, den sie liebte,
    über den, dessen Briefe sie bewahrte.
    Ach, du Lied, du kleines Lied eines Mädchens,
    fliege hinter der hellen Sonne her
    und bringe dem Krieger im fernen fremden Land
    von Katjuscha einen Gruß.
    Er soll an sein einfaches Mädchen denken
    und hören, wie sie singt,
    er soll die heimatliche Erde beschützen
    und Katjuscha wird ihre Liebe bewahren.

PS: Die Bilder im Video stammen bis auf die Schwarz-Weiß-Szene aus dem WWII alle aus aktueller Putin-Zeit, meist aufgenommen am Kartoffelkäfertag. Das ist das Russland von heute … und zur Klarstellung – ich rede von den echten Russen, nicht den Georgiern, Kasachen, Ukrainern und übrigen Beute-Sowjets.