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white-russiaIch wiederhole mich gern: Es ist Kal­ter Krieg, zum Glück nur kalter, noch, denn er könn­te schon heißer sein. Doch zum Glück hat der Wes­ten ei­nem Putin nix mehr ent­ge­gen zu set­zen, denn manN – ei­gent­lich war es ja frau, näm­lich un­se­re Angie – hat je­de mi­litä­ri­sche Op­tion aus­ge­schlos­sen. Aber: Krieg ist im­mer eine Op­tion! Das sage ich als ein­ge­fleisch­ter Pazi­fist (glaubt mir eh kein Schwein :mrgreen: ) aber für mich gilt nicht, nie, nie wie­der: Lieber Rot als tot! Da­mals, im Kal­ten Krieg, in dem ich auf­ge­wach­sen bin, wuss­te die Sow­jet­uni­on nicht, wie der Wes­ten auf ei­nen Coup, wie ihn Putin jetzt veran­stal­tet, re­agie­ren wür­de. Flex­ible re­sponse be­deu­te­te Unbe­re­chen­bar­keit. Heu­te ist der Wes­ten be­re­chen­bar, Putin ist es nicht, weil kein Wahn­sin­ni­ger be­re­chen­bar ist, denn er denkt in ei­ner ei­ge­nen „Lo­gik„. Da­mals, vor etwa 30 Jah­ren, hät­te sein Schritt über die Gren­ze ei­nes an­deren, nicht zum Hegemon der UdSSR ge­hören­den Lan­des, auch den Atom­schlag aus­lösen kön­nen. Wahr­schein­lich hätte es kein Jimmy Ca­rter gemacht, aber wir wis­sen es nicht und der Kreml wuss­te es auch nicht und des­halb war Frie­den. Heu­te ist Krieg. Nicht der Krieg, den die meis­ten unter diesem Be­griff verstehen, aber selbst Krie­ge än­dern sich. Putin hat den Meta­stasen-Krieg er­fun­den und der ist, ich muss es zu­geben, genial. Soweit wä­re es nach der Dok­trin der Flexible Re­spon­se nie ge­kom­men, nicht ein­mal zur Krim, aber da­mals hät­te Pu­tin das auch nicht ge­musst, denn usa_ussr al­les, wo­nach er heu­te lechzt, war Sow­jet­reich. Rie­sig groß. Die USA wa­ren im Ver­gleich da­zu klein. Heu­te ist Russ­land im­mer noch nicht viel klei­ner, aber viel schwä­cher.

Deshalb hätte, was passiert ist und noch passieren wird, selbst die über 20 Jah­re schwach­ge­rüs­te­te NATO ver­hin­dern kön­nen, wenn vor etwa fünf Wo­chen, sagen wir ein­mal nur 5 Pan­zer­di­vi­sio­nen auf Zü­gen von Wes­ten Rich­tung pol­ni­sche Gren­ze, Rich­tung Lem­berg ge­rollt wä­ren und die 6. US-Flot­te durch den Bos­po­rus ge­se­gelt wä­re. Geor­gien hät­te si­cher auch lie­bend gern die Sta­tio­nie­rung von ein paar Kampfj­ets zu­ge­las­sen und neue Ziel­ko­or­dina­ten für die Ra­ke­ten und Marsch­flug­kör­per muss man gar nicht ein­ge­ben, die sind vor­pro­gram­miert. Klar wä­ren die­se Trup­pen lä­cher­lich unvor­berei­tet ge­we­sen, aber dem Irren im Kreml wä­re trotz­dem die Kinn­lade run­ter ge­fal­len: „Wo­her ha­ben die plötz­lich Eier?

Russ­land war seit dem Ende des WWII nie so schwach wie heu­te, wenn man mal die 10 Jah­re nach dem Zu­sammen­bruch des Sow­jet­impe­riums aus­klam­mert. Das soll­te kei­ner aus­nutzen und nie­mand hat es aus­ge­nutzt, wenn man von Rea­gan ab­sieht, der die Rus­sen schlicht tot ge­rüs­tet hat. Aber ist es nicht ver­rückt, dass das schwächs­te RUS al­ler Zei­ten jetzt trotz­dem ma­chen kann, was es will? putin-timo Putin tickt eben an­ders. Nach dem Sturz von Ja­nu­ko­witsch lag plötz­lich ei­ne schwa­che Ukra­ine vor sei­nen Fü­ßen. Er musst­e die Krim nur auf­he­ben. Pu­tin hat das eis­kalt aus­ge­nutzt. Ach, so ein­fach geht das? Mal gu­cken, was die sagen, wenn ich das noch ein­mal mit dem Donbass mache!?

PutinkaWir Westler sind vom post-sow­je­ti­schen Russ­land ver­wöhnt. Zu­erst kam der sanf­te Gorbi, pre­dig­te Pe­res­troi­ka und Glas­nost und schenk­te uns die Wie­der­ver­ei­ni­gung. Auf Gorbi folg­te der stän­dig sturz­trun­ke­ne Wod­ka-Tanz­bär Jel­zin, der die UdSSR-Reste­ram­pe ein­fach mal so an die künf­ti­gen Oli­gar­chen ver­schenk­te. Die Zwei waren harm­los. Wa­rum soll­te Vlad an­ders sein? War er doch vom Wod­ka-Tanz­bä­ren aus­er­ko­ren, sein E­rbe an­zu­tre­ten. Auch Putin trinkt übri­gens ganz ger­ne. Hier der Be­weis aus dem Ur­laub der Fami­lie Putin 1993 in Ös­ter­reich:
Putin-Austria
Warum sollte sich durch Putin etwas ändern? Ganz einfach: Ein Mensch kann sich ändern und ein einziger Mensch kann das Gesicht der ganzen Erde verändern. Wir sollten es doch wissen und einige Russen wissen es auch 👿
put-hit-stal
Nie­mand muss mei­nem Ge­la­ber auch nur ei­nen Wim­pern­schlag lang Glau­ben schen­ken, aber wir ha­ben es im Kreml mit ei­nem durchge­knall­ten Ir­ren zu tun, so be­scheuert, wie Hitler mal war. Schäub­le soll­te kein Iota von sei­nen Wor­ten zu­rück­nehmen, denn sie stimmen.
Merkel-Raute
Da die Raute den Weg zur al­ten Fle­xible Res­ponse ver­sperrt hat, muss eben auf der wirt­schaft­li­chen Schie­ne die Fle­xible Re­spon­se ge­übt wer­den: Oh­ne gro­ßes an die Öf­fent­lich­keit drin­gendes Pa­laver, ohne Vor­ankün­di­gung (OK, dann dürf­te die­se Mer­kel-Schwätze­rin nicht teil­neh­men), von jetzt auf gleich al­le Im- und Ex­por­te von und nach Russ­land sper­ren, auch den Gas­hahn zu­dre­hen, von der fal­schen Sei­te, aus Pu­tins Sicht. Ist doch grad schön warm. Die Gren­zen zur UdSSR 2.0 dicht ma­chen. Kei­ne Über­flug- Start- und Lan­de­rech­te für rus­si­sche Ma­schinen nir­gend­wo. Der Bos­po­rus wird für rus­si­sche Schif­fe, oder rus­sische La­dung trans­por­tie­ren­de Schif­fe ge­sperrt, dto. Gibral­tar, der Sund, Belt, Pa­nama, Suez usw. Selbst Mur­mansk kann man dicht ma­chen, man muss es nur wol­len. Kei­nerlei Fi­nanz­trans­ak­tionen mit Russ­land mehr. Guckt auf den Glo­bus: Russ­land ist rie­sig aber völ­lig ein­ge­kes­selt. War bis­her un­wich­tig, aber jetzt ist es wich­tig. Guckt noch ein­mal auf die Kar­te.
white-russia
Ukraine-ReferendumDie Ukra­ine mag bei­na­he ein fail­ed state sein, aber sie ist kei­ne kli­tze­klei­ne Ba­na­nen­republik am Arsch der Welt, sondern ein gro­ßes Land in Eu­ropa. Dort wo in der nörd­lichen Hemis­phäre das gro­ße wei­ße Nichts ist, dort könn­ten Sie auf ei­ner vernünf­tigen Kar­te Russ­land fin­den und der Fleck, schwarz wie die Kohle im Donbass, ist die Ukra­ine. Noch steckt die Flag­ge dort, wo sie hin­ge­hört. Nach einem Referendum à la Putin wird das anders sein.