Schlagwörter

, ,

sitting-on-fenceRIA Novosti, die staatliche rus­si­sche Nach­rich­ten­agen­tur, ver­brei­tet ja nicht nur die ty­pi­schen Agen­tur­mel­dun­gen, son­dern auch Mei­nungs­bei­trä­ge. Die heu­ti­ge Haupt­mei­nung ist ein in­ter­es­san­ter Bei­trag mit der Über­schrift: „Russia’s Best Bet in Ukra­ine? Sit­ting on the Fence„. Nabi Ab­dul­laev geht da­rin der Fra­ge nach, wie sich Russ­land in der aktu­el­len Ukrai­ne-Krise wei­ter ver­hal­ten soll. Drei Al­ter­na­ti­ven wer­den dis­ku­tiert:
(1) Zusammenarbeit mit dem Westen. Lehnt er ab, weil es in der Vergan­genheit zu viele Rück­schläge (für Russland) gegeben habe.
(2) Spoiling (im Sinne von Sabotage) lehnt er auch ab. Das sei viel zu riskant.
(3) „Fence-Sitting: The Happy Medium„, ist seine beste Wahl. Fence-Sitting ist ein amerikanisches Idiom, nicht ganz vergleichbar mit unserem „Abwarten und Tee trinken“. Es bedeutet mehr: Ich hab grad nix besseres zu tun, also gucke ich mir aus sicherer Distanz am Gartenzaun an, was der Nachbar so treibt, ob es gut geht, oder ob ich was zu lachen bekomme. Nun ist Nabi Ab­dul­laev nicht irgendwer, sondern der Chef der Auslandsabteilung der RIA. Ich nehme also an, dass über ihn Diplo­ma­tie gemacht werden soll und das könnte bedeuten: Nu scheißt euch mal nicht in die Ho­sen, wir machen nix … und „euch“ ist EU und USA. Klingt nicht schlecht, aber ich habe die Überschrift des RIA-Kommentars nicht vollständig zitiert. Am Schluss steht noch was in der Klammer:
Russia’s Best Bet in Ukraine? Sitting on the Fence (for Now) … vorerst!