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Das kann ja jetzt nicht mehr so schwer sein. Die Pings auf Frequenz 37,5 kHz, die womöglich vom Flight Data Recorder (FDR = Blackbox) von Flug MH370 stammen, wurden jetzt mehrfach von der Haixun 01 und vor allem der Ocean Shield aufgefangen. Die Positionen der beiden Schiffe liegt knapp 600 km aus­ein­an­der.
fdr-pings
Das ist der Theorie nach zu weit für ein und denselben FDR, denn so ein Pin­ger“ reicht maximal 22 km. Da aber im besagten SAR-Gebiet kein weiteres Flug­zeug innerhalb der Lebensdauer einer FDR-Batterie (ca. 30 Tage) ver­schol­len ist und sonst auch nix dort ist, was auf 37,5 kHz funken könnte, ist die Reichweiten-Theorie Mist. Vor allem kann der Pinger, wenn er denn tat­sächlich so weit funken sollte, nicht sehr tief unter der Meeresoberfläche liegen. Das Problem ist nur, dort, wo die beiden Schiffe die Pings aufgefangen ha­ben wol­len, ist es sehr tief, im Schnitt über 4000 Me­ter (wei­ter west­lich geht es so­gar auf bis zu 7500 m run­ter). Egal, einen Ver­such ist es wert und da­für braucht man ei­gent­lich nur noch ei­nen Zir­kel, mit dem man zwei Krei­se um die Posi­tio­nen von Haixun 01 und Ocean Shield schlägt. Nach mei­nen Be­rech­nun­gen müss­te sich dem­nach der FDR fast ge­nau auf dem Wen­de­kreis des Stein­bocks (Ca­pri­corn – 23°26’16“ süd­licher Breite) be­fin­den, ca. 1200 km west­lich von Lear­month an der Küs­te West­austra­liens.
IORview-mh370
Der rote Kreis markiert, wo sich MH370 befunden haben müsste, als der IN­MAR­SAT sein ACARS-Ping em­pfan­gen hat. Der wei­ße Kreis mar­kiert die ver­mut­li­che Reich­wei­te der Boeing zu diesem Zeitpunkt. Die wei­ße Zick­zack-Li­nie symbo­li­siert den be­kann­ten Teil der Flug­rou­te und das gelb gerahmte Recht­eck ent­spricht dem Kar­ten­aus­schnitt ganz oben. Dort gibt es auch ein paar Tief­see­ber­ge (blaue Punk­te auf der fol­gen­den Kar­te), auf de­nen die Boeing „ge­lan­det“ sein könn­te.
tiefseeberge-westaustralien