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    Die Mär vom irren Iwan
    Im Angesicht eines angenommenen Feindes lernen wir gerade den Unter­schied zwischen einem freien und einem unfreien Pressewesen: In Russ­land werden die Medien von der Regierung gleich­geschaltet, bei uns übernehmen sie das gerne auch mal selbst … Es könnte sich ja der Verdacht aufdrängen, dass die Reaktion des Westens auf Putins ukra­inische Macht­politik auch da­rum so einhellig, schnell und hart war, weil darüber der innere Streit des ver­gan­ge­nen Jah­res in Ver­ges­sen­heit ge­raten soll

Jakob_Augstein_2010-1
So etwas hätte ich in „Neues Deutschland“ erwartet, aber es kommt von dem gegen den guten Ruf seines Vaters anschreibenden Jakob Augstein und steht im SPIEGEL, wo es natür­lich sofort viele Claqueure findet, obwohl Augstein Junior dort sonst nur Zores ernet. Der Typ ist sonst manisch Anti. Muss er jetzt in der Ukrai­ne-Krise nicht mehr sein, je­den­falls nicht im Pfuhl der SPon-Kom­men­ta­to­ren. Dort kann er sich suh­len. Ein Glück für ihn, die Rettung vor der Klappse.

Dagegen schreibt „Neues Deutschland“ richtig Kreml-kritisch:

    Wie immer man zur rus­sischen Krim-An­gliederung steht: Das geplante Treffen von US-Außenminister Kerry mit Kollege Lawrow ebenso wie das Te­le­fon­ge­spräch Obamas mit Putin signalisiert, dass die hiesige Politik sich doch noch über andere Äu­ßerungen definieren möchte als Heulen und Zähneklappern be­zie­hungs­weise mili­tärisches Mus­kel­spiel. Es wäre auch ein Sig­nal zur rech­ten Zeit an­ge­sichts des offenbar nicht ge­rin­gen Aben­teurer­po­ten­zials der Füh­rer ei­niger östlicher Paktmitglieder.

Foto: xtranews.de/Wikipedia, CC 2.0