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ukraine-stachelImmerhin wird jetzt öffentlich zugegeben, dass Russland Truppen an die Grenze zur Ukraine verlegt. „Präsident Putin baut seine Truppen in der Grenzregion zur Ukraine aus. Westlichen Sicherheitskreisen zufolge sind dort jetzt 30.000 russische Soldaten stationiert – 10.000 mehr als noch in der vergangenen Woche“ (SPOn). Aber warum werden falsche Zahlen genannt? Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, warum die falschen Zahlen erst so spät genannt werden. Man will Panik vermeiden. Und was soll ich von solch einem Geblubber halten: „Unter den an die Ostgrenze der Ukraine verlegten Truppen seien Spezialeinheiten und Milizen mit Uniformen ohne Hoheitsabzeichen, verlautete aus den Kreisen. Auch die Einheiten, die die Kontrolle über die ukrainische Halbinsel Krim übernommen hatten, waren nicht eindeutig als russische Soldaten zu erkennen … In ame­ri­ka­ni­schen Regierungskreisen hieß es, es sei unklar, welches Ziel der russische Präsident Wladimir Putin mit der Truppen­verlegung an die Grenze verfolge. Eine Militäraktion könne allerdings nicht ausgeschlossen werden“ (FAZ). Seit zwei Wochen schreibe ich von diesen „Manövern“ und bleibe weiter dabei, dass es um die 60.000 Mann sind, die an drei Punkten auf den Startschuss warten. Man braucht nicht einmal Spionage-Satelliten, nur Russisch-Kenntnisse, das Internet und Google. Täglich posten meist junge „russische Patrioten“ neue Fotos von Panzern mit Zeit und Ortsangaben. Wenn Sie mitsuchen wollen, geben Sie in der Google-Bildersuche für die letzten 24 Stunden den Begriff „танки“ zu­sam­men mit Ortsangaben wie „Воронеж“, „Росто́в-на-Дону́“ und insbesondere „Бе́лгород“ ein. Dort, in Belgorod, konzen­triert Putin seit einigen Tagen auch Luftlande-Einheiten (Teile der 76. und der 106. Fallschirmjäger-Divisionen). Sie müssen natürlich die Bilder von ukrainischen Panzern auf der anderen Seite der Grenze aussortieren. Meist erkennen sie die ukrai­nischen Panzer an der Tarn­far­be, die eher bräunlich ist, während rus­sische Panzer grün angepinselt sind.