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vorsicht-panzerKeine Nachricht ist eine gute Nachricht. Neue Trup­pen­be­we­gungen werden weder auf ukrainischer noch von rus­si­scher Seite ge­mel­det. Die letzte Meldung betraf ges­tern einen Ver­kehrsstau, in dem Panzer stecken geblieben sind, die an irgend­einer Jubel­parade in Mos­kau teil­nehmen sollen. Die Ukraine hat fast das gesamte Heer in der Nähe von Luhansk zusam­men ge­zo­gen, soweit deren Schrott noch roll­fähig war. Von dort aus soll wohl das sich süd­lich an­schlie­ßende Don­bass (Donezk-Becken), das Ruhr­gebiet der Ukraine im Falle eines An­griffs ver­teidigt werden. ukraine-grabenRussen­treue Be­woh­ner haben ver­sucht, die Panzer der Ukraine an der Wei­ter­fahrt Rich­tung Donbass zu hindern. Die ukra­inischen Sol­daten buddeln lächer­liche Grä­ben aus (Foto Richard Engel/NBC), die für keinen rus­sischen Panzer ein Hin­dernis darstellen, bauen „Zelt­lager“, denn so doll fängt der Frühling in der Ostukraine noch nicht an, und sie geben der Pres­se In­terviews, in de­nen sie sich da­rüber Ge­danken machen, ob sie auf Rus­sen schießen kön­nen, dürfen … wol­len tun sie es jedenfalls nicht. Auf der anderen Seite ist man weni­ger sicht­bar, obwohl südlich von Belgorod und west­lich von Rostow am Don gut und gerne doppelt so viele rus­sische Ein­heiten kon­zentriert wurden. Ach ja, wer’s noch nicht be­grif­fen hat: Es geht längst nicht mehr um die Krim. Mit deren An­nexion durch Russ­land haben sich USA und EU längst ab­ge­fun­den und die Ukraine hat ihre Grenz­trup­pen längst von der Krim ab­gezo­gen und aufs Fest­land ver­legt. Es ist Zeit, sich mehr als Sorgen zu ma­chen oder wie es ein von NBC zi­tier­ter Pen­tagon-Offizieller heute aus­drückte: „… thousands of Rus­sian troops staged along Ukrainian border have raised serious con­cerns at Pen­tagon …“ Und wenn UN-Chef Ban Ki Moon heute nach sei­nem Tref­fen mit Putin (Foto: Kremlin.ru, CC 3.0) von der Ukra­ine-Krise sagt „History will judge us on how it is handled„,
Bankimoon-putin
…dann meint er auch die Ukra­ine und nicht die Krim. Bei der UN in Genf wer­den Wet­ten da­rauf ab­geschlos­sen, wann die Sowjets in den Süd­osten der Ukraine ein­mar­schieren. Obama, Merkel & Co. kön­nen sich ihre kin­dischen Sank­tionen spa­ren. Da­mit ist der geis­tes­kran­ke Vlad im Kreml nicht mehr zu stop­pen. Das „flexible response“ aus dem Kalten Krieg, den wir, wenn auch an das 21. Jahr­hun­dert ange­passter Form längst haben, sah für diese Fäl­le vor, dass auch klei­ne Schlä­ge der Sow­jets den gro­ßen Dampf­ham­mer zur Fol­ge haben konn­ten. Erst wenn die Re­ak­tionen des Wes­tens so un­berechen­bar werden, wie es Putin ist, wird er stutzen und sich den­ken: Huch, wo­her ha­ben die plötz­lich die Eier in den Hosen her. Schil­der, wie links oben zu sehen („Vorsicht Panzer„), sind kei­ne wirk­same Strategie gegen Zar Putin, den Wahnsinnigen.