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Panzergrenadierbrigade_13Es ist nur ein sehr kleines Fleckchen Erde, 5 km breit und 2 km tief, 10 m³, rund um Cherson, 120 km westlich der Halb­insel Krim, aber es ist nicht die Krim, es ist das Fest­land der Ukra­ine und das nächs­te Stück Salami, das der geis­tes­kranke Vlad mit seiner Taktik vom Laib der Zi­vi­li­sation ab­schneidet. Alle labern vom Kalten Krieg, aber die­se Laberer kennen ihn nicht. Putin schon. So schlecht war der Kalte Krieg nicht. Ich ha­be ihn von A bis Z am ei­genen Leib erlebt, teil­weise in Uni­form und der Knar­re in der Hand. Kein Chruscht­schow hätte ge­wagt mit JFK anzu­stellen, was Putin jetzt un­gehin­dert mit der gan­zen Welt an­stellt, in­klusive Chi­na. Putin geht sogar über die Breschnew-Doktrin hinaus und Bresch­new war wirk­lich geistes­krank. Wäh­rend des Kal­ten Krie­ges gab es die Stra­te­gie der „Flexible Re­sponse„. Die war ganz sim­pel und ef­fek­tiv: Egal, wer als er­ster zieht, er ist als zwei­ter tot. Da­nach konn­ten die­se 10 m³ rund um Cherson mit einem Nadel­stich, oder dem Rie­sen-Ham­mer be­ant­wor­tet wer­den. Bresch­new wuss­te es nicht und des­halb hat er das hier nie ge­wagt, ei­ne Lan­dung von ca. 120 rus­si­schen Fall­schirm­jä­gern in der Ukra­ine:

Gäbe es die Flexible Response heute, könnten jetzt auch alle Panzer-Divisionen West-Europas Richtung Ukra­ine rol­len und der erste von zwei Schlüs­seln in den Silos umgedreht werden. Davor hatte ich Angst, als ich als junger Of­fizier der Panzergrenadierbrigade 13 für den Stand­ort Wache schieben musste. Hof­fent­lich kommt kein Anruf! Na­tür­lich kam der Anruf, sonst hätte ich der rot-braunen Kladde nach, die ich bei Dienstantritt Seite für in Plas­tik ein­ge­schweißte Sei­te le­sen musste, auf der Hardt­höhe in Bonn anrufen müs­sen, aber es war nur der Kon­troll­ruf vom Wach­ha­ben­den der 5. Pan­zer­di­vi­sion in Diez. Beim zwei­ten Mal hat­te ich schon we­ni­ger Angst, als ei­nes der al­ten Bakelit-Telefone klin­gel­te. Ich wüss­te heu­te noch, was zu tun ist, so wie damals, als meine Ein­heit für die Be­wa­chung der Nikes in Bur­bach und die ato­maren Sprengköpfe bei Alsfeld zuständig war.

Mit der damaligen Entschlossenheit, bei aller Angst, würde selbst der geis­tes­kran­ke Putin nicht einmal wagen mit der Wimper zu zucken. Was ich hier laber, ist archaisch, aber es hat vor 40 Jahren Kriege vermieden. Ich dachte und wünsche es mir weiter, dass man die­se Kacke nicht mehr braucht, aber Men­schen ändern sich und „tempora mutantur, nos et mutamur in illis“ auch.

Ich habe auch heute noch Angst, obwohl ich gesetzlich schon zu alt bin, um in die alte Uniform zu schlüpfen, aber ich würde unter den neuen Um­ständen keine Se­kun­de mit der Wim­per zucken, nicht um Deutsch­land zu ver­tei­digen, son­dern Eu­ro­pa. Aber die 5. und damit die 13. und das Wap­pen oben links gibt es nicht mehr, sie wurden putin_finger aufgelöst. In richtigen Zeiten die richtige Entscheidung. Statt­dessen gibt es jetzt Angie und mit der ver­tei­di­gen wir die Tali­ban in Afgha­nis­tan. Scha­de ist das nicht. Scha­de ist, dass wir uns al­le vor einem ein­zel­nen Ir­ren in die Ho­sen schei­ßen. Eine Frau an der Spitze eines Staates ist toll … wenn sie Eier im Rock hat. Angie hat im Hosen­an­zug nicht mal Eierstöcke!