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Tacke-Kreutzer
Vorbei. Anne Will (Im Vi­sier der Staats­an­wäl­te – Wie gerecht ist der Wulff-Pro­zess?) ist vor­bei und ich sitze sprach­los (da­rum muss ich auch tip­pen) und fas­sungs­los ( © Staats­an­walt Fröh­lich/Han­no­ver im Fall Was-wis­sen-sie-noch-nicht-über-Edathy) vor der sprach­losen, weil stumm ge­schal­te­ten, wei­ter flim­mern­den Glotze. Was ist pas­siert? Ein Rich­ter aus Braun­schweig, Vor­sitzen­der des nie­der­säch­si­schen Rich­ter­bunds, An­dre­as Kreutzer (rechts im Bild), hat eben den deutschen Rechts­staat im Fall des Ex-BuPrä Wulff (aber nicht nur da) mit vie­len tumben Wort­hül­sen der Be­liebig­keit der veröf­fent­lich­ten Mei­nung ge­opfert. Ich kann das nicht er­klä­ren, das müs­sen Sie sich selbst an­se­hen und wenn Sie es ge­se­hen und nicht ver­stan­den ha­ben, dann müs­sen Sie Jura stu­die­ren oder wenig­stens flam­mender Demo­krat wer­den. Die­ser Ap­pen­dix, der sich für ein Or­gan der Rechts­pfle­ge hält und da­rauf dau­ernd he­rumtram­pel­te, glaub­te doch tat­säch­lich die Überlegen­heit des deutschen Rechts­sys­tems durch ei­nen Ver­gleich mit dem Nazi-Re­gime her­stel­len zu kön­nen. Wir soll­ten doch froh sein, über die Af­fä­re Wulff reden zu kön­nen, denn das war ja nicht immer so … sagt ei­ner mir der Gna­de der spä­ten Ge­burt … und wünscht sich den heu­ti­gen Frei­spruch des ehe­maligen deutschen Staats­ober­haup­tes zum BGH. damit die Ab­lehnung der verspäteten Beweis­an­tritte der hanno­verani­schen Inqui­si­tion über­prüft wer­den kön­nen. Darin war er sich ei­nig mit der ju­ris­tischen Neu­tro­nen­bom­be im Will’schen Rei­gen: Sarah Ta­cke (links im Bild). Ich kann­te die Blon­de vor­her nicht, hät­te sie an­ge­sichts ih­rer Aus­flüs­se al­len­falls für ei­ne mi­se­ra­ble Jour­na­istin ge­hal­ten … bis die Bauch­binde ein­blen­de­te, das Sarah Tacke auch (mi­se­ra­ble) Ju­ris­tin ist und mich die Wiki­pedia da­rüber auf­klär­te, dass sie so­gar promo­viert wur­de (ok, Uni Ham­burg über das Thema 🙄 „Me­dien­per­sön­lich­keits­recht – Das Sys­tem der Rechts­fol­gen von Per­sönlich­keits­rechts­ver­letzun­gen durch Mas­sen­medien„). Nie­mand hat in der tau­ben Will-Run­de nach­ge­hakt, wa­rum diese blut­rüns­tige Ver­tei­digerin der nie­der­säch­si­schen In­qui­si­tion mehr­fach im Zu­sam­men­hang mit (dem Fall Wulff und) der Staats­an­walt­schaft „WIR“ sagte und da­mit prahl­te, dass al­les, was der rechts­staat­lose StA-Schwä­tzer Fröh­lich in der krimi­nel­len Pres­se­kon­fe­renz über Edathy preis­gab an­geblich „schon auf mei­nem Zet­tel“ stand. Auf Nach­fra­ge von Anne Will trumpft die Blön­de noch ein­mal auf: „Ja, das hab ich schon vor­her al­les ge­wusst„. Nie­mand hakt nach, wo­her die­se un­ver­schäm­te Per­son kommt. Aus Ol­den­burg in Nie­der­sach­sen. Nie­mand hakt nach, wo die­se Schan­de auf­ge­wach­sen ist: in Celle, dem Sitz der General­staats­anwalt­schaft von Nie­der­sach­sen. Der dor­tige „Ge­ne­ral“ heißt Frank Lüttig und da­rüber schreibt die „linkeFrank­fur­ter Rund­schau am 6. Februar 2014 die­se „Verschwörungs­theorie„:

    Prozess gegen Wulff ist unfair
    Offenbar soll gegen den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff so lange prozessiert werden, bis das Gericht kapituliert und ihn schuldig spricht. Das ist das Gegenteil eines fairen Verfahrens. Die Verantwortung dafür liegt beim Generalstaatsanwalt.
    Kein Rechts- und kein Beweis­problem be­stimmt das in­zwischen unsägliche Verfahren gegen den früheren Bundes­präsidenten Chris­tian Wulff vor dem Land­ge­richt Han­no­ver, son­dern ein ge­waltiges Personalproblem. Und das Pro­blem hat einen Na­men: Frank Lüt­tig (CDU). Er ist der zu­stän­dige Ge­ne­ral­staats­an­walt, ehe­mals Ab­tei­lungs­lei­ter Straf­recht beim da­ma­li­gen nie­der­säch­si­schen Jus­tizmi­nis­ter Bernd Buse­mann (CDU), der als ein­ge­schwo­re­ner Feind sei­nes Par­tei­freun­des Wulff galt.
    Von Anfang an hat Lüttig den gesetz­lichen Auftrag der Staats­anwaltschaft, in Ermittlungs­verfahren glei­cher­maßen be- und ent­las­tende Um­stän­de zu­sam­men­zutra­gen, im Ver­fah­ren gegen Wulff bei­seite­ge­schoben. Von An­fang an hat er Wulff in Inter­views ge­nüss­lich vor­verur­teilt, schon vor Mo­na­ten mit Re­vi­sion für den Fall eines Frei­spruchs ge­roht
    .

Aus diesem Schlangennest und nirgendwo an­ders her kommt Sarah Tacke, die als eingeborene und eingeschworene Verteidigerin der StA Hannover in ihrem Schluss-Plädoyer die Re­vision ge­gen das noch nicht ge­sprochene Urteil im Fall Wulff fordert.

Was passiert hier in diesem vorBILDlichen Rechtsstaat? Ich weiß es nicht. Ich schäme mich, so … zu lange Organ der Rechtspflege gewesen zu sein. Und noch einmal: Löst nicht nur die Staatsanwaltschaft Hannover auf, sondern die gesamte Niedersächsische Justiz!

Links:
Anne Will in der ARD-Mediathek
Und hier die Sendung zum Download (Rechtsklick–>Speichern unter).

Foto:
Screenshot Phoenix
Rudolf Flentje

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