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griff-ins-kloEine Woche nach der unsäglichen MEI (Massen-Einwan­de­rungs-Ini­tiative) beginnt in der Schweiz das große Erwachen, ein böses Erwachen. Zwar gibt es eine Menge Ver­rückte (46%), die einen zwei­ten SVP-Bundesrat wollen (20min.ch) und da­mit die Zau­ber­for­mel bre­chen, aber denen ste­hen 74% gegen­über, die an den Bi­lateralen (Ver­trä­gen) un­bedingt festhalten wollen (Basler Zei­tung). Aber ers­tens geht das nicht und zweitens haben die JA-Sager dafür kei­ne drei Jahre Zeit, wie es die MEI vor­sah, denn die EU macht Druck und will mit Kroatien eine rasche Ent­schei­dung er­zwin­gen (NZZ). Weil das senile Groß­maul und Alles-Besserwisser Blocher keinen Finger krümmen will, um den Karren aus der Scheiße zu zie­hen, in die er die Schweiz manövriert hat, will der fleischgewordene Hinterwald Ueli Maurer jetzt so­gar Au­ßen­minis­ter wer­den, um die Ver­hand­lungen zu lei­ten 😯 Als ob die flug­un­taug­liche Ente Maurer mit dem Gripen nicht schon genug Kacke an der Hacke hätte (Tageanzeiger). Auch Schwei­zer Un­ter­neh­men wol­len nicht drei Jahre bis zum Scheitern der EU-Ver­handlungen warten und deswegen packen schon einige die Koffer (NZZ).
Chapatte
Kommt aber noch besser. Die NZZ schreibt:

    Der Bund überprüft eine Reihe von Staatsverträgen, weil die Ini­tiative deren An­pas­sung verlangt. Unter anderem ist möglicher­wei­se das eben erst pa­ra­phier­te Frei­han­delsabkommen mit China ge­fährdet.

Und erst jetzt fällt den Blitzmerkern in der Schweiz auf, dass auch al­le Grenz­gänger von der MEI be­troffen sind:

    In Bezug auf die Grenzgänger bringt die Ini­tiative nicht einfach eine Rück­kehr zum Regime vor der Einführung des freien Per­sonen­verkehrs im Jahr 2002, son­dern eine mas­sive Ver­schärfung. In der Schweiz ar­beiten der­zeit knapp 280’000 Aus­län­der, die jeden Tag in die Schweiz zur Ar­beit pen­deln. Be­son­ders in grenz­nahen Ge­bieten sind vie­le Firmen auf sie an­ge­wie­sen … Die Geg­ner der Ini­tiative är­gern sich, dass die­ser Um­stand vor dem Ur­nen­gang nicht zu re­den gab. «Wer argu­men­tier­te, die Wirt­schaft kön­ne mit ei­nem Ja gut le­ben, weil es Kon­tin­gente auch schon frü­her gab, ver­schwieg einen we­sent­lichen As­pekt», meint der Ausserrhoder FDP-Na­tional­rat Andrea Caroni. «Tat­säch­lich bringt das An­lie­gen ei­ne Be­schränkung der Re­kru­tie­rungs­mög­lich­kei­ten, wie sie die Schweiz früher nicht kannte.»
    (Basler Zeitung)

PS (FAZ):

    Nach dem Volksentscheid zur Begrenzung der Einwanderung hat die Schweiz ein geplantes Abkommen zur Öffnung ihres Arbeitsmarkts für Kroaten ge­stoppt. Justiz­minis­terin Simo­netta Sommaruga habe die kroa­tische Au­ßen­ministerin Vesna Pusic tele­fonisch in­formiert, dass die Ra­tifizierung des bi­lateralen Ab­kom­mens in „seiner gegen­wär­tigen Form“ nicht mehr mög­lich sei, sag­te ein Minis­teriums­spre­cher am Sams­tag.