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Handcuffs-BlackDie Schwarmintelligenz sucht im Netz immer noch nach des Rätsels Lösung, wie die Red­tube-Porno-Abmahner an die IP-Adres­sen ge­­men sein könn­ten. Das ist laaang­weilig, denn (1) kommt es nicht drauf an und (2) liegen fast Alle falsch. Fan­gen wir wieder a tergo an, mit

(2) Richtig an manchen Spekulationen ist, dass man bei der ominösen Software GLADII 1.1.3 und dem noch ominöseren Gutachten ansetzen muss, nur
(a) kennt niemand das Gutachten und
(b) keiner die Software.

(a) ist nicht schlimm, denn die „Gutachter“ kannten die Software auch nicht … soll ein Witz sein, aber cum grano salis trifft er zu, denn im Gutachten steht nix drin, das des Rätsels Lösung dienlich sein könnte … sagt auch das LG Köln. Die­se Star-Juristen sind ja inzwischen selbst auf den Trichter ge­kommen, dass sie auf der Basis dieses (oder dieser :mrgreen: gibt nämlich nicht nur eins) Gutachten die seltsamen Beschlüsse nicht hätten erlassen dürfen … zu späääät.

Und zu (b): dieses GLADII muss man auch nicht kennen, denn es ist nur ein Placebo. Eine „normale“ Verbindung zwischen Client und Server kann damit nicht „abgehört“ werden … steht auch nix von im Gutachten drin. Ich muss das hier nicht wiederholen, denn das ganze Netz lacht sich ja in­zwi­schen schlapp über das, was dieses Placebo alles können soll. Nur: So geht das nicht … muss es auch nicht, denn es ist ja nur ein Placebo, u.a. auch für das Gericht. Nein, liebe Schwarmintelligenzler, es ist viel einfacher und einige haben das gleich zu Anfang der Story vermutet. Ich gehöre nicht zu diesen Weit­sichtigen 😦 Bis auf ein paar „Musterklicks“ sind die meisten IPs einfach aus der Nase gepopelt, oder feiner ausgedrückt: gewürfelt! Man weiß ja, welche IPs zum Kreis der Telekom gehören und gut is! Unglaublich? Jupp, aber wahr.

Und was ist mit der beweisschweren Klick-Statistik-Grafik (siehe unten), die das im Netz rumschwirrt, wonach es tat­säch­lich zu einem Klickanstieg bei zwei Por­nos gekommen sein soll? Tja, was ist damit? Wo kommt die Grafik her. Sie kur­siert und keiner weiß, wer sie in Umlauf gebracht hat. Redtube war es nicht. Rechts oben ist von einem „lucas.hartmann@eclipso.ch“ die Rede, aber Schwei­zer ist dieser „Leaker“ nicht, denn er schreibt in den Erläuterungen auf der Gra­fik mit „ß“ (Beispiel rot einge­kreist) und das kennen die Schwei­zer nicht und der Mail-Dienst Eclipso ist eigentlich nur für Schweizer gedacht. So was macht mich dann immer misstrauisch. Egal. So­lan­ge Red­tube die Zahlen aus der Gra­fik nicht be­stätigt, gehe ich von einer Nebel­kerze aus, die immer bei Rück­zugs­ge­fechten ein­ge­setzt werden. Auf­fäl­lig ist auch, dass in der Grafik nur steht, was bis zu ihrem Auf­tauchen im Netz schon bekannt war. Ein echter Leaker sollte doch mehr zu bie­ten haben. BTW: Holländisch klingt der Leaker auch nicht, und die Redtube-Server stehen bei den Käsköppen. Ok, mehr kann ich zu den dösigen IPs nicht sagen. Kommen wir zu

(1) Das geht kürzer, denn was auch immer da technisch abge­laufen ist, es ist völlig wurscht, denn Filmchen im Netz auf irgendwelchen Tubes zu gucken, ist völlig legal. Zur Ver­meidung von Wieder­holungen verweise ich nochmals auf den Aufsatz von Prof. Härting.

Ende der Fahnenstange. Der Fall Redtube ist für mich abgeschlossen. Den Rest sollen die grünen Männlein erledigen (siehe Bild oben links).
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Foto: Evan-Amos/Wikipedia, public domain