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Es gibt keine vernünftigen Salz-Dill-Gurken (mehr). Irgendwie kriegt das keiner mehr hin. Nehmen wir z.B. die weltbeste aller Gurken, die Spreewälder, vom Ge­schmack her ist sie OK, aber die Konsistenz stimmt nicht. Das ist ’ne Ge­würz­gur­ke in Salz-Dill-Lake. Ge­würz­gurken müssen knackig sein, Salz-Dill-Gurken nicht. Die müssen voll­ge­so­gen und malossol weich sein, aber nicht schwam­mig. Das, also das „Ein­legen„, braucht Zeit, aber die hat die Gurken­truppe nicht. Frü­her wa­ren die von Frenzel (eigent­lich ja Paul­sen) na­he dran, aber seit die aus un­er­find­lichen Grün­den „Ma­los­sol“ heißen (als wär‘ das Kaviar – Bild links), schmecken die mir nicht mehr. Ich hab mich durch al­le Gur­ken­gläser ge­fres­sen … niente, nix schmeckt wie bei Omi. Doch: in Schäbbisch Gläbbisch da gibt es einen Grie­chen, der legt die selbst ein und der ist alljährlich auf dem Brühler Weihnachts­markt mit einem Stand ver­treten. Dicke, fette, saftige, weiche Gur­ken, krzetle da freue ich mich schon drauf. Jetzt ha­be ich zu­fäl­lig welche „aus der Heimat“ entdeckt … was heißt hier Heimat, aber irgendwo muss man ja ge­boren sein. Nicht ganz Schlesien, aber fast: Os­ja­ków, oder Ost­wer­der, wie die Tei­le mei­ner buck­ligen Ver­wandt­schaft sag­ten, die Litz­mann­stadt mit ins Grab ge­nom­men ha­ben, weil sie sich stand­haft wei­ger­ten Łódź zu sa­gen :mrgreen: Die Fir­ma heißt KRZĘTLE und ist „militanter“ Geg­ner von Kon­ser­vie­rungs­mit­teln (bei de­nen steht auch „malosol“ drauf, aber die schrei­ben das wenig­stens mit einem „s“). Heute Abend werde ich deren Gur­ken mal kosten. Von der Firma gibt’s auch Zur, Bigos, Flaczki und andere leckere Perversitäten aus der Polakei … da läuft mir doch glatt das Wasser im Mund zusammen 😎

Das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen … „gib mir einen Stoß:mrgreen: