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sidse3FAZ, SPIEGEL, ZEIT etc., die gan­zen Profi-Medien haben Borgen ent­deckt. Da traut sich der Ama­teur kaum zur Kritik … aber, ich habe Borgen schon gesehen, da haben diese Medien nicht mal gewusst, was dahinter steckt. Also los: Als Fan der ersten Stunde kann ich unmöglich objektiv sein. Um wenigsten den Anschein zu wahren, bemeckere ich, dass zu viel Klischees die Handlung weiter tragen sollten. Gleich zu Beginn: die ab­ge­half­ter­te Ministerpräsidentin Dä­ne­marks als Vorstand der Dependance eines Pharma-Unternehmens in Hong Kong, das Umweltsauereien nicht in den Griff bekommt und die mit ein­stu­dier­ten Reden tingelt 😳 Wie komme ich jetzt nur auf Gerd Schröder und GAZPROM. So isses, das Politiker-Leben nach der Politik, es kommt einem nur klischeehaft vor. Die alleinerziehende Vor­zei­ge-Journalistin, die vom Kind überfordert ist und Oma alles überlassen muss. Der Vater ihres Kindes, der als sexuell vom Vater misshandeltes Kind Angst hat Nähe zum eigenen Sohn aufzubauen, als sei Pädophilie erblich. Alles Klischees, wie sie nur im richtigen Leben vorkommen können. Und selbst wenn sie dort nicht vorkämen, sie wurden grandios in Szene gesetzt. Das kleine Dänemark zeigt nun schon seit Jahren, wie man mit vergleichsweise wenig Geld Un­ter­hal­tung macht. Ok, es ist ihr Gesicht, der wahre Glücksfall der Serie, ein Gesicht, wie ein Vulkan, auf dem ohne Knopfdruck völlig unerwartet in dunklem Grollen das bezaubernste Lächeln zwischen explodierenden Grübchen auftaucht. Macht kann ja so sexy sein, Macht macht geil, machtgeil … louboutin-smallmöchte manN nicht meinen, wenn manN Frau Merkel vor Augen hat, obwohl deren Mann zufällig auch Pro­fes­sor ist, so wie Phillip Christensen. Nun kann man sich Angela Merkel auch schlecht im Bleistiftrock auf 12 cm Louboutin vorstellen 😆

Die ganze Crew wird zu Wassersträgern von Sidse, außer vielleicht derjenigen, die wirklich Brigitte heißt (Katrine Fønsmark = Birgitte Hjort Sørensen) und mit dem Vater ihres Serienkindes die Rollen tauscht. Toll, wie Pilou Asbæk in die zweite Reihe zurück getreten ist. Aber die dritte Staffel scheint sowieso das bisherige Konzept auf den Kopf zu stellen. Das kann ich jetzt nicht erklären, denn ich will denjenigen, die es noch sehen wollen, nicht den Spaß verderben. Aber es war alles stimmig, fast bis zum Schluss. Der Sin­nes­wan­del von Lars Knutzon (Bent Sejrø), Birgitte Nyborg Christensens Mentor, war es nicht und das öffnet Spekulationen Raum, er könnte sich vom Paulus zum Saulus mau­sern. Die (partei-)politische Lage im einst liberalen Dänemark ist sowieso perfekt getroffen und wenn man genauer hinsieht, spiegelt das kleine Land exakt die vorherrschende europäische Strömung wieder, oder könnten sonst heute 140 Flüchtlinge vor Lampedusa absaufen?

Wie gesagt, ich will gar nicht objektiv sein, sonst könnte ich mich wohl nicht so sehr auf kommenden Donnerstag freuen. Zum Schluss noch einen Dank an die Syn­chro­ni­sa­tion. Da wurde eine Arbeit geleistet, die ihresgleichen sucht … nein, die das Beste ist, was ich an Lippen klebend je gehört habe. Ach was rede ich hier um den heißen Brei: Es gibt doch nur einen Grund, Borgen zu gucken: Sidse Babett Knudsen … WoW