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carmen_cd-coverIch wollte doch beim Bau der „Super-Carmen“ den Original DVD-Film-Ton durch die CD-Töne ersetzen. An sich kein Problem. Die drei CDs mit foobar zu jeweils einem FLAC rippen (1.flac, 2.flac …) und die drei flacs mit foobar zu einem carmen.flac zu­sam­men­kle­ben (Bit-Tiefe und Samplingrate wer­den nicht verändert, also es bleibt bei 16/44,1). Auf CD 1 fehlt der Film­vor­spann, wo Raimondi den Stier meu­chelt (diese Stierkampf-Scheiße ist ’ne Sauerei, schämt euch, Spanier!). Die eigentliche Musik setzt auf der DVD erst bei 4:01 min. ein. Ok, holen wir uns die fehlenden 241 Sekunden Ton von der DVD. DVD-Shrink angeworfen und mit –> ReAuthor nur den Hauptfilm (den in einem einzigen!!! .vob ) mit den german Untertiteln unkomprimiert rausgezogen. Aus der zur carmen.vob umbenannten Datei mit Freemake-Video-Converter die ersten 4:01-Filmminuten raus­ge­schnit­ten und den AC3-Schnipsel mit den Einstellungen des carmen.flac zum FLAC ge­macht und als film-vorspann.flac vorne an carmen.flacdran geklebt“ (alles mit foobar – sie können, wenn sie’s nachmachen wollen 🙄 die FLACS auch an­ders nennen, aber so bin ich mit den Dateien nicht durch­­ein­­an­­der ge­kom­men). So, jetzt haben wir einen neuen Film-Ton, aber der ist noch 2-Kanal-Stereo (auch der DVD hat ΣRATO keinen Surround-Ton spendiert, son­der­bar). Diesen tollen neuen Ton wollte ich dann zum 6-Kanal-LPCM umfrickeln, da fällt mir auf, dass die Lumpen von ΣRATO auf den CDs die Hin­ter­grund­ge­räu­sche, also alles außer dem Singsang und der Musik, weg­ge­las­sen ha­ben. Die­se Ge­räu­sche wur­den wohl auf einer se­pa­ra­ten Spur auf­ge­nom­men und dann in den Film-­Ste­reo­ton rein­ge­mischt. Scheiße, alles umsonst, denn so ohne Hintergrund-Wiehern etc. klingt der Film tot. Mist, zurück marsch marsch!

Die carmen.vob mit mkvtoolnix in Bild und den DVD-Stereo-AC3-Ton zermuxt, den AC3 unverändert in FLAC ge­wan­delt, die FLAC in 5.1-Surround konvertiert (mit dBPowerAmp – leider keine Freeware), dann das 5.1-FLAC mit XRECODE II (Shareware) in die 6 Streams zerlegt und dabei die Streams gleich in WAVs ge­wan­delt (immer noch nix geändert, also 16/44,1). Die kann man so schon in ei­nen neuen WAV-Container packen und als LPCM für die Super-DVD nutzen, nur hat dann der Ton fast 7 GB und das geht ja nu ma gar nicht. Nee, habe DTS- Surround draus gemacht. Ist zwar ein wenig lossy, aber die Quelle war schließ­­lich noch ver­lustbehafteter, nämlich AC3. Also, die 6 WAVs mit … 😳 … na Ein­ge­weih­te wissen schon, dass es da nur ein Programm gibt, das es kann … zu DTS neu zugeordnet (L-C-R-Ls-Rs-LFE) und verpackt. Klingt wahnsinnig kom­pli­ziert, ist aber bis hierhin, trotz des anfänglichen Fehl­schlags mit den Hin­ter­grund­ge­räu­schen, nur ’ne Sache von knapp einer Stunde. ***

So, Ton ist fertig, jetzt kommen die deutschen Untertitel dran, die sich ir­gend­wo in der DVD verstecken, und das auch noch als „sup“. Mit SubRip kein Pro­blem. DVD mit der schlauen Freeware öffnen, Subpix suchen lassen, deutsch auswählen und die eingebaute OCR wandelt die sups in srt um. Ab und an fragt SubRip nach, was das für ein Buchstabe ist, denn als Ami kann er z.B. kein ä, ü, ö, ß … aber das macht er nur einmal, danach erkennt er Umlaute etc. Keine 10 Minuten später haben wir eine saubere deutsch.srt.

Kapitel nicht vergessen! DVD ist ja immer noch im Laptop, also ChapterGrabber ans Werk. Die Freeware zieht die Kapitel-Infos in einer Sekunde aus der Schei­be und sie können die Chapters wahlweise als xml- oder txt-Datei abspeichern. Ich rate dringend zur Text-Datei, denn mit dem xml hat mkvtoolnix Probleme.

Nun fehlt noch der eigentliche Film, also die Superbilder für die Super-DVD. Erst habe ich überlegt, ob ich es nicht mit 720p, also HD versuche, aber dann hätte ich ’ne Blu Ray draus machen müssen und ob sich das lohnt? Da dauert ja das Brennen schon bald eine Stunde. Nee, ich lass es bei der DVD, aber 8,5 GB auf Dual Layer. Bei Carmen muss man bei den Einstellungen von XMediaRecode auf­pas­sen, denn der Film hat ein beklopptes Format (1,66 : 1) und wenn sie da keine korrekt breiten schwarzen Balken links und rechts „dran kleben„,migenes sondern es so zu 16/9-anamorphen 720×576 machen, dann wird Julia Migenes und der Rest der Truppe um 7,1% dicker und das wollen wir doch nicht (Julia sicher auch nicht :mrgreen: ) Also:

404 Zeilen Höhe * 1,66 aspect ratio = 670,64 p Breite = auf­ge­run­det 672 (muss durch 2 tei­bar sein!) minus 720 = (-) 48 : 2 = 24! 24 pixel schwarze Balken müssen links und rechts dran. Ich habe die Quali über die Dateigröße laufen lassen (dual pass). 8,5 GB passen auf den Dual Layer, davon 200 MB Sicherheits-Reserve ab minus den Ton (Vorsicht: die angezeigten Ton-kb binär in MB umrechnen, sonst gibt’s eine Über­ra­schung und es werden mehr als 8,5 GB). Dann noch 100 MB für das Menü beim spä­te­ren Authoring abtziehen und los geht’s. So weit bin ich nun und XMedia Recode rödelt noch ein paar Stun­den. Wenn die Bilder fertig sind, werden Bilder, DTS-Ton und die Kapitel mit mkvtoolnix in einen MKV-Container gemuxt (Kapitel kann man aber auch später beim Authoring machen, genau wie die Untertitel) und das Super-Filmchen mit dem DVDStyler geauthored.

Links zur hier verwendeten Software finden sie auf kosmologelei (verteilt 😆 Suchfunktion!). Bis auf XRECODE II (Shareware), dBPowerAmp (kostet) und 😳 (sauteuer) ist alles Freeware.

Ach was soll’s, hier die Programme, download immer via CHIP, wenn nix anderes dabei steht:

  1. DVD-Shrink
    (diese Version kann nicht -mehr- entschlüsseln … vielleicht brauchen sie ja eine Version vor dem 04.12.2004 :mrgreen: – aber Vorsicht, da lümmeln im Netz ein paar mächtig versiffte Exemplare rum – Virenscanner aktivieren!)
  2. Freemake-Video-Converter
  3. Foobar2000
  4. dBPowerAmp ist keine Freeware, aber sie können Foobar2000 so was Ähn­li­ches wie Surround 5.1 machen lassen
  5. XRECODE II
  6. XMedia Recode
    Anstatt DTS können sie den Pseudo-FLAC-Surround-Ton, den Foobar2000 auf Wunsch liefert, durch XMedia Recode zu 5.1 Surround machen lassen. Ist zwar nicht optimal, aber geht.
  7. SubRip
  8. ChapterGrabber (via chapterdb.org)
  9. mkvtoolnix
  10. DVDStyler
  11. Gute Dienste könnte Ihnen auch MediaInfo leisten, um zu sehen, was in einem Media-File so steckt
  12. Und, wer’s noch nicht hat: VLC VORSICHT vor VLC 2.1.0!

Puuuh, das war aber lang applause BRAVO!!!

PS: Was vergessen, bei ***. Wenn Sie nicht mit 😳 arbeiten können, also ohne DTS auskommen müssen, wovon ich ausgehe, dann sollten Sie, wenn der FLAC zu dem end­gül­ti­gen AC3 gemacht wird, der in den MKV-Container gemuxt wer­den soll, an der Stelle von den bisher unveränderten 44,1kHz auf 48kHz um­stel­len, denn die braucht die DVD. XMedia Recode macht das gerne für Sie.