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Es geht nochmal um Pepe Romeros Concierto de Aranjuez von PHILIPS, das nur vorweg, damit niemand weiterliest, den das folgende Gemecker auf höchstem Niveau nicht interessiert … also keiner 🙄
UCCP-9538
Das Cover dieser wirklich sa­gen­haft guten Japan-Pres­sung sagt, die CD wurde mit 24 Bit bei 96 kHz ge­ma­ster­ed. Das ist, zur Er­in­ne­rung, das Maß aller Dinge und SACD- Qualität. Ferner sei in Er­in­ne­rung gerufen, dass SACD eine Gemeinschafts-Entwicklung von SONY und eben PHILIPS ist und Philips hat die Auf­nah­me produziert, über die ich mich hier aufrege. Also darf man annehmen, dass Philips Japan (Universal) bei Produktion dieser Scheibe (Katalog-Nr.: JPN-UCCP-9538) auf die alten Original-Bänder zurückgreifen konnte. Ich nehme ferner an, dass es sich bei der Quelle um analoge Bänder ge­han­delt hat, denn sie Auf­nah­me stammt von 1979. Da gab es zwar schon PCM, aber bis zur Einführung der CD 1981 hat nur DENON in dem Verfahren aufgenommen.

So, nun will Philips also aus den alten Bändern das Maximum an Qualität auf CD kriegen, oder warum sonst remastered man mit 24/96? Und was landet dann auf der CD im Laden? 16 Bit/1411,2 Kbps, Redbook-Standard. Ok, das kann jeder CD-Player lesen, SACD nicht und vielleicht TV-Rodrigo hat es Philips ja nur in Sinne für Je­der­mann gut gemeint, aber als stink­nor­ma­le CD (16/44,1) gab es die Auf­nah­me schon, nicht einmal, sondern dutzend­mal, sogar als die „Aus der Fernsehwerbung„. Ich würde den japanesischen Ton-Ingenieuren gern er­klä­ren, dass es totaler Blödsinn ist, analoge Töne mit der feinen Laubsäge 24/96 aus Bän­dern zu schneiden und sie dann mit der groben Kettensäge 16/44,1 auf CD zu ritzen.
PCM-vs-DSD
Bei der Gelegenheit würde ich auch fragen, warum sie nicht das DSD-Ver­fah­ren eingesetzt haben, um wirklich alles aus der Source zu holen. Ist Philips Japan Pleite, können die sich keine DSD-Mastering mehr leisten (kostet um 12.000 Dollar pro Tag)? Die Deutsche Grammophon hat Aranjuez mit Narciso Yepes als SACD gebracht, SONY mit John Williams, warum kann Philips das nicht?

Wat regt der sich so auf, soll er sich doch die Aufnahmen von Narciso Yepes oder Williams kaufen. Die spie­len sogar noch besser Gitarre als Pepe! 😆 vielleicht, aber der Aufreger ist nicht nur auf Qualität der Scheiben aus, sondern was drauf ist, spielt auch eine Rolle, sogar die entscheidende. Yepes spielt vielleicht besser als Romero (Williams IMHO nicht), aber der Komponist Joaquín Rodrigo hat beide Aufnahmen noch selbst erlebt, zu Leb­zeiten gehört, und von Romeros In­ter­pre­ta­tion gesagt: Das ist es! Dabei hatte Romero keinen Landsmann-Vorteil, denn Yepes war auch Spanier. Also, die oder keine und, liebes PHILIPS, bitte nochmal als SACD.