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Sicher ist Ihnen schon aufgefallen, das es auf Youtube bei einigen Clips Unter­titel gibt. Bei La Traviata hab‘ ich nebenbei drauf hingewiesen. Wenn man den unter­betitelten Clip saugt, dann kommen die Untertitel nicht mit geflogen, nur Bild und Ton landen auf der Festplatte. Google hilft und hat ein kleines Pro­gramm als Open Source auf sourceforge.net zur Verfügung gestellt, mit dem man die Untertitel im gängigen, kompakten und praktischen SRT-Format nach­sau­gen kann. Nach dem Download muss man das Tool wie üblich entpacken (z.B. mit 7zip) und auf die Java-Bibliothek Google2SRT.jar klicken. Im dann er­schei­nenden Fenster fügt man die URL des YT-Clips ein und schwubs wird an­ge­zeigt, in welchen Sprachen die Untertitel vorliegen. Passendes markieren, auf „GO!“ klicken und schon kommen die Subs angeflogen. Um SRT-Subs zu be­ar­bei­ten gibt es nix besseres als den Subtitle Workshop (download aus­nahms­wei­se via Netzwelt – hat CHIP nicht ❓ ) Nachbearbeitung von Untertitteln ist z.B. nötig, wenn das Video auf amerikanischen 29,97 fps läuft, die Subs aber für deutsche 25 fps geschrieben wurden. Das kann ab 10 Minuten Filmlänge schon mächtig aus dem Ruder laufen und asynchron werden. Ein Klick und der Work­shop korrigiert das. Oder man setzt zwei Synchro-Punkte, je einen vorn und hinten, und das Programm passt was dazwischenliegt und bisher asynchron war, mit guter Treffer-Genauigkeit an. Das Programm kann noch viel mehr und ist natürlich Freeware. Nun müssen Sie die Subs noch in den Videostream rein bekommen. Das machen (muxen) die mkvtoolnix in Sekundenschnelle (download via CHIP). Wenn sie den untertitelten Clip nur auf dem PC ansehen wollen, dann reicht es aus, wenn er so heißt wie die Subs, also z.B. „meinvideo.flv“ und „meinvideo.srt“ und im gleichen Verzeichnis liegt. Der Allround-Player VLC (VORSICHT vor VLC 2.1.0!) erkennt dann die Subs automatisch und blendet sie beim Abspielen ein. Wenn Sie ihr ursprüngliches Flash als MKV gemuxt haben, dann können sie in diesen MKV-Container noch Kapitel-Informationen reinpacken. Da gibt es leider noch kein vernüftiges Programm, um z.B. aus der Playlist einer CD Kapitel für eine DVD zu machen. Aber es geht auch zu Fuß mit einem normalen Texteditor, z.B. dem Notepad von Windoof. Die Kapitel-Infos müssen in dieser txt-Datei nur nach einem genauen Schema vorliegen, dann kann mkvtoolnix den Inhalt der txt-Datei in den MKV-Container übertragen:

CHAPTER01=00:00:00.000
CHAPTER01NAME= Vorspiel
CHAPTER02=00:02:00.000
CHAPTER02NAME= Overtüre
CHAPTER03=00:10:13.000
CHAPTER03NAME= Das Klavier
usw.

Die Titelbezeichnungen (CHAPTER01NAME= …) können auch weggelassen wer­den, wichtig ist nur das Zeitformat: hh:mm:ss.123 (123 steht für die Milli­se­kun­den). An diesen Stellen fängt das Kapitel an. Wie lang es ist, spielt für die txt-Datei keine Rolle. Und kein Komma vor den Millisekunden und schön in der Reihenfolge 1 – 2 – 3 – 4 – …. DW-dlfbleiben, sonst streikt mkvtoolnix. Wer nur feste Kapitelwerte haben will, z.B. eines alle 7 Minuten, dem nimmt XMedia Recode die Hand-Text-Arbeit ab (Download via CHIP).

So viel für heute aus dem Funkhaus (Foto: alte Funk­häu­ser von Deutsche Welle und Deutschlandfunk in Köln: Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0, Wikipedia )