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Electric_Lady_TargetAm 10. September 2013 erscheint das zwo(-einhalbte) Album des stupsnäsigen Sing-Pinguins Janelle Monáe. The ArchAndroid (2010) war ja nicht das Erste, sondern die EP Metropolis (2007), auf die nach den Vorstellungen der energieüberladenen Mignon-Ga-Zelle alle weiteren Alben aufbauen. Für meinen Geschmack übertreibt es Janelle etwas mit dem Konzept-Gedanken und die Verbindungen der Titel zum Thema der androiden Welt im 28. Jahrhundert sind oft weit hergeholt, sofern überhaupt vorhanden. Die Trackliste von The Electric Lady (links oben das Cover der 2-CD-Edition) ist über den iTumes-Shop vorzeitig bekannt geworden und deshalb weiß man auch, dass nicht alles neu ist. Einige Titel hat der Zwerg (148 cm) schon 2012 auf dem Toronto Jazz Festival gesungen. Jazz? Jupp, denn was der zugeknöpte Smoking (ihr schwarz-weißes Markenzeichen) singt, das ist nicht (nur) R&B, Funk, Soul oder sonst was Neumodisches, das ist auch manchmal ein wenig traditioneller Jazz. Ihre bisher höchste Chartplatzierung „We Are Young„* ist gar Indie-Pop. Das bringt mich zum Namen des kommenden Albums. Bei amerikanischen Musikkritikern kann man lesen, The Electric Lady sei eine Reminiszenz an Jimi Hendrix‘ Electric Ladyland. OMG, bei allem Stilmix, davon steckt nix in der Platte. Der Titel ist ein Wortspiel, eine Mischung aus Para- und Anagramm und wäre korrekt so zu lesen: The Eclectic Lady. Zitat aus der Wikipedia: Als Eklektizismus … bezeichnet man Methoden, die sich verschiedener entwickelter und abgeschlossener Systeme (z. B. Stile, …) bedienen und deren Elemente neu zusammensetzen … so wie Janellas Musik. Genug gelabert, lets dance or die :mrgreen: mit Q.U.E.E.N.

* Eigentlich von „Fun“, aber was wäre der Titel ohne Janelle Monáe