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In der „Trockenzone“ habe ich zur aktuellen Pädophilie-Debatte nur den Satz aus Dagmar Dörings (SPon) 33 Jahre altem Aufsatz zitiert, der von der BILD gebracht wurde und nun in den Medien rumgeistert. Weil ich es aber gerne gründlich mag, liefere ich den ganzen Aufsatz nach, um den zurzeit das Gedöns gemacht wird. Er ist Teil des von Joachim S. Hohmann herausgegebenen Buches „Pädophilie Heute„, das seit 2004 als jugendgefährdende Schrift auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien steht, also nicht verbreitet werden darf. Ich habe dies berücksichtigt und mir den Text von Dagmar Döring genau durchgelesen. IMHO stellt ihr Aufsatz isoliert vom Rest des indizierten Buches keine Jugendgefährdung dar, zumal der schärfste Satz schon über BILD allgemein Verbreitung gefunden hat. Zudem glaube ich Frau Döring, dass sie in dem Aufsatz nur fiktiv und phantasierend schreibt, auch wenn es darauf nicht ankommt.

      DAGMAR DÖRING: Soviel Liebe und Zärtlichkeit
      Eine Frau liebt Kinder

      Ich bin jetzt 19 Jahre alt und habe eigentlich erst in den letzten zwei Jahren über mich und meine Sexualität, meine Pädophilie, nachgedacht, sie gelebt.
      Mit 12 Jahren dachte ich, ich bräuchte einen Freund, ansonsten sei ich kein vollwertiger Mensch. Allerdings suchte ich nicht konkret einen Jungen z.B. aus meiner Klasse, sondern ich schuf mir in meinen Phantasien einen Idealtypen. Dabei fällt mir ein, daß ich fast nie daran gedacht habe, mit ihnen zu schlafen. Ich wollte viel mehr Geborgenheit, Ausgelassenheit, Zärtlichkeit, Liebe. Ich verliebte mich in Typen, die meist homosexuell waren, oder ich traf auf Typen, die in ihrem Handeln meinem Idealtypen entsprachen, aber bei ihnen empfand ich nach kurzer Zeit Ekel vor ihrer Person, so daß ich die Beziehungen abbrach. Ich fragte mich, was mit mir nicht stimmen würde, fand aber keine Antwort. Als ich 17 Jahre alt war, verliebte ich mich in meinen Freund, der bezeichnenderweise Päderast ist. Unsere Freundschaft ist nur deshalb immer noch so schön, weil er mir die Freiheit gelassen hat, meine eigene Sexualität zu erkennen, denn jene war lange Zeit tot. Letztlich trug wohl ein Erlebnis mit einem 9jährigen Mädchen zu jener Klärung bei.
      Vor drei Jahren arbeitete ich auf einer Kinderstation, auf der sie auch lag. Eines abends, ich hatte Spätdienst, kam sie zu mir, nahm meine Hand, deutete an, ich solle mich setzen. Sie setzte sich schließlich selbst auf meinen Schoß, sprach ganz lieb und brachte auch ihre sexuellen Wünsche zum Ausdruck. Ich war wie betäubt von ihr, so verliebt in ihre Art, ihr Aussehen, ihre Gefühlswelt. Von da an begann ein schreckliches Doppelleben, bis ich meine Pädophilie für mich akzeptieren und ausleben konnte. Denn einerseits verdrängte ich meine sexuellen Bedürfnisse und meine Zuneigung in bezug auf das Mädchen, denn was sollten die anderen denken von einer Kindesverführerin? Sie hatten ja nicht gesehen, wie sie zu mir gekommen ist. Hinzu kam, daß ich mich fragte, ob es weibliche Pädophilie überhaupt geben kann. Das kann einfach nicht sein, dachte ich. Andererseits verschlang ich jedes Buch und jede Information, die sich mit dem Thema Pädophilie beschäftigte, leider waren es ausschließlich Päderasten, die berichteten, was meine Annahme, weibliche Pädophilie gäbe es nicht, nur zu bestätigen schien. Je mehr ich mich damals vor einer solchen Identität gefürchtet habe – wer weiß warum -, umso mehr habe ich mich dafür interessiert. Ich bemerkte, daß ich mich in vielem, was die Päderasten berichteten, wiederfinden konnte, aber nicht in allem. Dann fiel mir auf, wie ich mich immer wieder kleinen Mädchen zuwandte, und sie sich mir. Wir begegneten uns auf der Straße, sahen uns an, und wir merkten, es läuft etwas zwischen uns. Manchmal ergab sich ein Gespräch, oder sogar eine nächste Verabredung. Je mehr ich mir im klaren darüber war, was ich wollte, umso intensiver wurden auch die Erlebnisse.
      Während ich am Anfang noch Angst hatte, ein Kind anzulächeln, weil es dann vielleicht bemerken könnte, daß ich es gern habe, so fällt mir das heute nicht mehr schwer, weil ich erlebt habe, daß es für uns beide gut sein kann. Einen ähnlichen Prozeß erlebte ich mit den Reaktionen und Ängsten in bezug auf die Personen, die unsere Kommunikation bemerkt haben könnten. Es ist noch nicht lange her, als ich mir in Situationen, in denen irgendwelche Leute bemerkt hatten, was zwischen mir und einem Kind abläuft, gesagt habe: „Sollen sie nur denken, was sie wollen, ich lasse mich von ihnen nicht kaputt machen! Schließlich tun wir nichts Schlimmes, ganz im Gegenteil!“ Über diesen Schritt bin ich sehr glücklich, denn es war entsetzlich, meine Gefühle zu Kindern nicht positiv akzeptieren zu können, weil sie gesellschaftlich verurteilt werden.
      Heute habe ich Angst vor den Gesetzen, die Liebe zwischen Erwachsenen und Kindern immer noch bestraft, wie ich es bei meinem Freund erlebt habe, dessen tiefe Beziehung zu einem 13jährigen Jungen durch Zufall entdeckt und dann gewaltsam, brutal zerschlagen wurde. Davor habe ich Angst, ich verstehe es auch nicht, daher will ich, und hoffentlich nicht nur ich, alles tun, damit sich jene Gesetze ändern.
      Nachdem ich nun eine längere, auch sexuell intensivere Beziehung zu einem Mädchen habe, erlebe ich, daß kein Mann und keine Frau, sondern nur ein Kind, insbesondere ein Mädchen, meine Wünsche und Bedürfnisse in Wechselbeziehung zu ihrigen befriedigen kann. Jetzt erfahre ich so viel Liebe, Zärtlichkeit, Ausgelassenheit, Wildheit.