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Der folgende Text ist meiner konservativen Meinung nach für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren ungeeignet.
feuchtgebieteFeuchtgebiete“ kommt ins Kino. Das will ich nicht sehen. Ich habe nicht einmal das Buch zu Ende gelesen und trotzdem kann ich mich des Senfs zu den Würstchen nicht enthalten. Warum? Das hier werden nicht Viele lesen, und trotzdem will ich es erklären, denn selbst wenn es Alle lesen würden, die das „Werk“ der Fäkal-Pornographin Charlotte Roche im Regal stehen haben, wüssten nur Wenige, wovon ich schreibe. Oder ist es jeMANNd gelungen, diesen Tiefschlag gegen den guten Geschmack ganz zu Ende zu lesen? Mir nicht, aber die Leserschaft der Trockenzone soll ja vorwiegend dämlich gewesen sein. Salinger mag mit „Fänger im Roggen“ ja noch gelungen sein, den Ton eines Pubertierenden zu treffen, aber Roches „Fickende im Hocken“ scheitert daran kläglich. Nach nicht einmal 30 Seiten habe ich die uninspirierte Verarsche weggelegt. Da fast parallel zum Gedruckten das Audiobook herauskam, habe ich Roche eine gehörte zweite Chance geben wollen. Zum Glück habe ich dafür nicht bezahlt :mrgreen: , aber wenn ich die Stimme der Vorbläserin gekannt hätte, hätte ich deren „Verbal-Erotik“ nicht gesaugt. Charlotte Roche kloakt eigenmündig. Sie wissen, was eine Kloake ist? Laut Wikipedia ein gemeinsamer Körperausgang für die Verdauungs-, Geschlechts- und Exkretionsorgane. Bei Roche kommt noch der Mund dazu. Haben Sie die schon mal reden gehört? Die Herren der Schöpfung werden das kennen: Da sieht man eine Granate und einem fällt die Kinnlade runter und das Messer klappt in der Hose auf und dann macht die Belle de Nuit das Maul auf und schon ziehen sich die Mundwinkel nach unten und das Klappmesser zurück. Das kann am Inhalt liegen, oder eben am Ton. Der Ton macht die Musik. Manchmal muss man sie nur hören und schon geht die Phantasie mit einem durch. Mir fällt es jetzt schwer, ein deutsches Beispiel zu nennen, vielleicht Hannelore Elsner (OMG, die sieht mit 71 noch besser aus als die meisten Plastik-Tüten zwischen 20 und 30) oder die (un-)selige Marlene Dietrich. Bei Französinnen hätte ich’s leichter. Z. B. Nathalie Baye und Sabine Azéma, oder wie wärs mit Nathalie Licard. Doch, die kennen Sie:

Genau, die Stimme vom Bauchnabel, jedenfalls im Original bis 2003. Die neue Stimme ist auch sexy …

… die von der Roche ist es nicht, sondern turnt total ab. Selbst wenn sie gut aussähe, bei der Stimme ist nix zu retten. Deshalb glaube ich auch nicht, dass „Feuchtgebiete“ zu 70% autobiografisch ist, wie Roche behauptet … aber vielleicht meint sie auch nur ihre Hämorrhoiden. Jedenfalls habe ich es nicht fertig gebracht, mir diese Stimme länger anzuhören und eine dritte (visuelle) Chance bekommt die Scheiße nicht. Dafür liebe ich Frauen zu sehr und dass die auch nur Schweine sind, muss mir keine erklären. Feuchtgebiete gehört nicht ins Kino, sondern ins Klo.

Ich sollte erklärend anfügen, dass ich mit moderner erotischer Literatur meine Probleme habe, weil es sie nicht mehr gibt. Man muss sich nur mal ansehen, was aus dem Genre in den letzten Jahren neben dem Feuchtgebiet unter die Bestseller gekommen ist: 50 Shades of Grey. Was Frauen heute pinseln, meint mit Bildern konkurrieren zu müssen, aber die Bilder sollen doch literally im Kopf entstehen. Wem dazu die Einbildungskraft fehlt, holt sich besser einen Porno in der Videothek und einen runter. Bei mir regt sich im Feuchtgebiet jedenfalls nix, kein Tropfen, da ist Trockenzone. IMHO gab es seit Anaïs Nin keine Frau mehr, die erotisch schreiben konnte, aber was zählt meine Meinung, ich bin Mann und bevorzuge deshalb Chatterley, Fanny und die Mutzenbacher. Ach du Scheiße, darf man das heute überhaupt noch gestehen, ohne als Kinderficker verdächtigt zu werden? Was solls, ich will ja nicht mehr in die Politik.

Jetzt muss ich doch auf Roches Sekreten abgleiten zur seltsamen Pädophilie-Debatte der letzten Wochen und Tage von Sodom und Berlin. Anlass dazu gibt Sophie Dannenberg, die sich in der ZEIT in bekannt subjektiver Art erneut als von den 68ern Abgeklemmte outet und Sigmund Freud vorwirft, „den basalen Fehler begangen (zu haben), von frühkindlicher Sexualität zu sprechen“ und meint „wir (sollten) endlich überdenken, ob man die kindliche Neugier und Körperlust überhaupt mit dem Begriff Sexualität belegen sollte.“ Das muss dieser Rabulistin erst mal einer nachmachen, einen Unterschied zwischen Körperlust und Sexualität zu finden.

Ich hingegen würde bei ihr gern herausfinden, ob sie rasiert oder gewachst ist, also Anhängerin des Lolitarismus, auch bekannt als Lolitakomplex. Warum machen Frauen das, oder um nochmal auf Roches Feuchtgebiete zurückzukommen, warum fangen sie mit diesem Quatsch an? Anders gefragt: Warum sieht der von Entjungferungsphantasien geplagte Chauvi so gern eine unbeflaumte Pflaume? Die Frage habe ich schon im Haarschnitt nicht beantworten können. Dabei bleibt es. Ich bin mir aber sicher, dass diese Nacktschnecken nix mit Bikinis zu tun haben, sondern mit kindischem Sex.

Das Problem der Kinderschänder löst man doch nicht dadurch, dass man die Sexualität von Kindern weg diskutiert, liebe Frau Dannenberg. Sex ist uns Menschen in die Wiege gelegt. Lassen sie zwei Fünfjährige in einem Zimmer allein und nach einer Stunde spielen sie “Familie” oder “Doktor”. Buben wichsen schon, wenn nur heiße Luft kommt und wenn Mädels gerne reiten, dann nicht nur, weil sie Pferde schön finden (Alles Glück dieser Erde … usw.). Nicht kindlicher Sex ist das Problem, sondern der kindische Sex Erwachsener, die Erwachsenen nicht gewachsen sind, was übrigens auf Männlein und Weiblein gleichermaßen zutrifft. Zu glauben, Pädophilie sei ein männliches Problem, ist dumm, wie der Fall der FDP-Politikerin Dagmar Döring (SPon) zeigt (gleich, ob sie damals nur phantasiert hat oder wirklich „eine längere, auch sexuell intensivere Beziehung zu einem Mädchen“ hatte). Es gibt schlicht und einfach keine Statistiken darüber, wie viele Frauen Sex mit Jungen und/oder Mädchen haben. Männer oder Frauen, so groß ist der Unterschied da nicht, oder mit dem Schlußwort der Mutzenbacher: „Sie liegen oben, wir liegen unten. Sie stoßen und wir werden gestoßen. Das ist der ganze Unterschied.“

Nein, dieser alten Hure will ich das Schlußwort nicht überlassen. Jetzt ist nochmal Charlotte Roche gefragt, die sich in in einem SPIEGEL-Interview als Masochistin und Sub geoutet hat (naja, eigentlich war das spätestens nach den Schoßgebeten klar): „Frau Schwarzer möchte Sadomaso-Sex verbieten. Frauen sind aber total masochistisch, das wird auch sie nicht ändern können. Ich habe keine Lust, Frau Schwarzer erst um Erlaubnis zu fragen, bevor ich im Bett richtig loslege.“ Arme Sau … aber mit derart Abartigem werde ich noch gesondert abrechnen. Jetzt nur eine kurzer Kommentar dazu aus der taz:

      „Du hast nicht die Lösung, du hast das Problem“. Schreibt Alice Schwarzer an Charlotte Roche. Ja, in der Tat: Charlotte Roche hat in „Schoßgebete“ unter anderem die Abhängigkeit der Erzählerin von ihrem Mann beschrieben. Ohne Happy End. Keine Befreiungsgeschichte. Für eine heroisch denkende Feministin wie Alice Schwarzer ist das unumwundene Bekenntnis zur Unterwerfung schon eine Provokation. Charlotte Roche ist nicht allein mit diesem Vorwurf. Ein Problem sieht etwa auch die englische Autorin Natasha Walter bei einer ganzen Generation junger Mädchen, die sich mit Schmollmund und maximal gepushtem Busen im Netz präsentieren. Wie Roches Erzählerin generieren sie durch Sexyness Aufmerksamkeit. Sie sind Sexualobjekt und stolz darauf. Wie konnte die sexuelle Befreiung der Frauen nur in Figuren münden, die Striptease und Lapdance als Schlüsselqualifikation für ihre Zukunft betrachten?, fragt Walter. Sie unterwerfen sich dem männlichen Begehren – und meinen, das sei der Gipfel der Selbstbestimmung
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