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woodstockprojecticonGinge es nach mir, dann würde Woodstock zum Weltkulturerbe erklärt werden. Ich meine nicht den kleinen Ort in New York State, sondern das Festival, das nach diesem Kaff benannt wurde, obwohl es woanders (Bethel) stattfand. Wann hat es das zuvor und danach nochmal gegeben, die friedliche Versammlung von fast einer halben Million Menschen? Der Jugend von heute ist schwer zu vermitteln, was Woodstock bedeutet hat. Ein mir nahestehender Ahnungsloser meinte neulich, „die hätten nichts verändert“. Geschichte verändert immer. Woodstock ist Geschichte. Die Frage ist nur, ob zum Guten oder Bösen. In der ebenfalls ahnungslosen Wikipedia steht dazu beiläufig: „Großen Einfluss auf Woodstock hatte der Vietnamkrieg.“ Anders herum wird ein Schuh daraus. Woodstock hatte Einfluss auf den Vietnamkrieg. Sicher, ohne den hätte es Woostock nicht gegeben. Woodstock war nicht unpolitisch, genauso wenig unpolitisch wie die Studenten in Paris, die 68er in Frankfurt, die alle in einer Reihe stehen. Ohne die Erfahrung der Macht von Masse (Foto Mark Goff, public domain, Wikipedia)
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im August 1969 hätte es am 4. Mai 1970 kein Kent-State-Massaker gegeben, ohne Kent keine Demo der Hunderttausend vor dem White House vom 9. Mai 1970, kein Datum, welches der ahnungslosen Wikipedia einen Eintrag wert wäre, obwohl es die US-innenpolitische Wende im Vietnamkrieg (The Atlantic) darstellt. Ohne das Trauma des verlorenen Vietnamkrieges würden sich die USA heute vielleicht nicht als Weltpolizist aufspielen und paranoid alles und jeden bespitzeln.

Ich schweife ab. Es geht um Woodstock. Wer sich das Festival ganz anhören will, kann es nicht, nicht legal. Selbst die 6-CD-Box von Rhino „Woodstock: 40 Years On: Back to Yasgur’s Farm“ beinhaltet nur knapp ein Viertel der Musik, die Woodstock bieten kann. Angeblich ist Warner Brothers, Inhaber der Rechte an den Tönen von Woodstock, im Besitz aller direkt am Mischpult abgegriffenen Auftritte, aber die rücken dieses Weltkulturerbe nicht raus. Und so entstand 2000 das Woodstock Complete Project (oben links das Logo des Projekts). Mit der Version 4 war es im August 2012 endlich so weit: 100% complete! 312 Stücke, 25 Stunden Musik auf 26 CDs.

Um diese musikalische Cheops-Pyramide erleben zu können, muss man nach geltendem Urheberrecht illegal so vorgehen:

  1. Zunächst braucht man einen BitTorrent-Client. Ich empfehle μTorrent (über den Link können Sie sich zum download durchklicken, oder gleich zu CHIP gehen).
  2. Dann brauchen Sie einen geeigneten Tracker, der ihnen verrät, wo die Files gerade gesaugt werden können. Für diesen Torrent ist Piratebay gut, oder Demonoid, oder Seedpeer. Die haben meist die aktuellen Seeders im Bestand. Geben Sie bei Google einfach „woodstock complete – 2012 edition torrent“ (ohne „“) ein, dann werden Sie schon fündig (so geht’s auch :mrgreen: )
  3. Auf der gefundenen Seite tracker auf den „Magnet-Link“ klicken (so sieht der bei PB aus – Bild rechts) und los geht’s (Sie können das Bild ja mal spaßeshalber anklicken 😳 ). Was Sie nun noch brauchen ist Geduld, denn 8,16 Gigabyte brauchen Zeit. Aber man muss dem Torrent ja nicht beim Saugen zugucken 😆

Viel Spaß!