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bluenote-180Was ist eigentlich eine Blue Note? Hat was mit Jazz im Allgemeinen und Blues im Besonderen zu tun. Das wusste ich. Mehr hat mich bis gestern auch nicht interessiert, obwohl ich sehr viel Jazz höre. Aber nun wollte ich’s wissen und habe in der Wikipedia nachgeschlagen: „Als Blue Notes bezeichnet man Töne, die in besonderem Maß den Bluescharakter von Melodien prägen. Im engeren Sinne versteht man darunter die kleine Terz, die kleine Septime und die verminderte Quinte (Tritonus), deren Intonation sich jedoch von den gleichnamigen Tonstufen im westlichen Tonsystem unterscheidet. So wird die Terz gemeinhin zwischen kleiner und großer Terz intoniert. Die Septime als Blue Note wird zwischen kleiner und großer Septime oder zwischen großer Sexte und kleiner Septime nahe der für den Blues typischen Naturseptime intoniert. Die Quinte als Blue Note wird meist zwischen verminderter und reiner Quinte intoniert.“ Alles klar? Ist ja auch ’ne schwachsinnige Idee Musik zu lesen. So ähnlich muss sich William Hurt in „Gottes vergessene Kinder“ gefühlt haben. Musik muss man hören, also neue Suche, neues Glück. Was dabei heraus gekommen ist, zeigt dieser Clip, den ich im Anschluss kommentiere:

Immerhin hat mich die (englische) Wikipedia über das Masterpiece stimmlicher Blue Notes aufgeklärt. Es ist „Why Don’t You Do Right?“ von Kansas Joe McCoy. Damit fange ich an, gesungen im Original von Lil Green. In deren Gesang habe ich ein paar Blue Notes entsprechend markiert. Bekannt geworden ist das Stück aber durch die bezaubernde Peggy Lee, insbosondere in der Version mit Benny Goodman, gleich im Anschluss an den Auszug aus dem Original zu hören. Auch hier habe ich ein paar Blue Notes den Stempel aufgedrückt und danach wird jeder, der hören kann, Blue Notes im Schlaf erkennen. Ok, bei der dann folgenden Ella Fitzgerald ist das einfach, denn die Lady treibt es auf die Spitze. Bei ist fast alles blue (note).

Dann folgt eine kleine Überraschung, zu der ich hier nix schreibe 🙄 Nach den blauen Stimmen kommt das Ur-Instrument der Blue Note, die Gitarre. Ein Profi erklärt, wie die blauen Noten in die Musik kommen und wie das in Perfektion klingt zeigt der Meister Eric Clapton an „Wonderful Tonight“. Die blauen Noten der bekannten Passage werden eingeblendet. Dafür, dass Slowhand auch schnell blau werden kann, ist „Crossroads“ ein gutes Beispiel. Und zuletzt zur Frage, wie man Blue Notes auf dem Klavier mit seinen festgelegten Tönen hinkriegt. Das verrät kein Geringerer als Götz Alsmann, der einzige Deutsche beim Platten-Label gleichen Namens, dem legändären „Blue Note„.

Die Grafik links oben ist auf meinem Mist gewachsen und selbstgemacht. Bitte nicht kommerziell nutzen :mrgreen: