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M_MatlinEs gibt Filme, die kann ich immer wieder sehen, auch wenn ich sie längst mitsingen kann. Mir ist aufgefallen, dass die Frauen daran schuld sind, egal ob Hauptdarstellerin, oder nicht. Z.B. Kelly Lynch in „Road House„, Ellen Barkin in „The Big Easy“ und Brigitte Fossey in „Der Mann, der die Frauen liebte“, oder eben die links in einem Szenenfoto zu sehende Marlee Matlin in „Gottes vergessene Kinder„. Alle Genannten haben eine „Macke“ im Gesicht: Die Nase. Die ist zu krumm, wie bei Barkin, oder auch nur zu groß, wie bei Fossey, oder schnabelhaft, wie bei Lynch oder alles drei zusammen, wie bei Matlin. Ich bin kein Nasenfetischist (glaub‘ ich wenigstens), aber ich gucke gern in Gesichter und da sitzt das Ding dann mittendrin und der Eigentümer kann sich nicht dagegen wehren.jennifer-nose Und wenn er es tut, geht es selten gut aus. Was hatte Jennifer Grey in „Dirty Dancing“ noch für eine be­zaubernd markante jü­di­sche Nase (die Na­men ih­rer Ur­groß­el­tern ver­ra­ten es: Johanna Herzberg und Menachem Katz), bis sie je­mand da­ran hat rum­schnitzen las­sen. Aber ich schweife vom Thema ab, denn ich wollte nicht über Nasen plaudern, sondern über Marlee Matlin in „Children Of A Lesser God„.

Der Film erzählt von den Schwierigkeiten einer Beziehung zwischen Hörenden und Tauben. Marlee spielt die Taube nicht, sie ist es und trotzdem war der Oscar berechtigt, den sie 1987 für die Rolle der Sarah Norman bekommen hat. Im Film nimmt es doch noch ein happy end, im wahren Leben nicht. Marlee und William Hurt, der männliche Hauptdarsteller in der Rolle des Lehrers James Leeds, wurden während der Dreharbeiten ein Paar, aber nur für zwei Jahre.

Es gibt zwei Szenen, an die ich mich immer erinnere, wenn ich an diesen Film denke: Sarah als Nixe im Pool des Internats (watten süßer Arsch) und wie sie schließlich dem Drängen des Lehrers und Lovers nachgibt und „spricht“. Ich habe die zwei Szenen zusammengeklebt und die erste statt des Originaltons B-A-C-H mit der Titelmelodie unterlegt: Die Musik war in dem Film sehr schön (viel B-A-C-H, als Anspielung auf die Gebärdensprache):

Ich habe mich gefragt, was Marlee Matlin heute so macht und bin über ihre Homepage auf Ausschnitte aus neueren Produktionen gestoßen. Ich war total überrascht, dass sie spricht. Ich habe ihr die Rolle der Sarah Norman so sehr abgekauft, dass ich dachte, sie könne und/oder wolle nicht sprechen, weil sie als Gehörlose ihre Aussprache nicht unter Kontrolle hat. Film und Wirklichkeit. Spannend finde ich ihr Mitwirken in „The L Word – Wenn Frauen Frauen lieben„, wo sie eine Lesbe spielt. Sie legt da richtig heiße Szenen hin (jedenfalls für amerikanische Fernsehverhältnisse). Hier ein Beispiel (Metacafe – Sie müssen das linke Quadrat anklicken, um den „family filter“ zu wippen).

Richtig gesehen, das ist Jennifer Beals, die Kleine aus „Flashdance„. Beals und Matlin sind seit über 20 Jahren befreundet, weswegen Marlee die Rolle der Jodi Lerner, der lesbischen Freundin von Bette Porter (Beals) erst nicht annehmen wollte, weil sie mit ihrer Freundin aus dem wahren Leben nicht „rummachen“ wollte.

BTW: Auch die oben erwähnte Kelly Lynch spielt im „L Word“ mit – zwei weibliche Volltreffer. Erstaunlich, dass ich keine Folge der Serie gesehen habe. Muss ich nachholen 😳

PS: Es sind als nicht die Nasen, die in der Überschrift sprechen, sondern Marlee Matlin. Aber Nasen können auch sprechen … mir wenigstens sagen sie was :mrgreen: