Unmöglich: MH17-Abschuss mit BMK

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TEIL 1.:

Trotz aller Widersprüche geistert immer noch die Idee durch die Welt, Flug MH17 sei am 17. Juli 2014 von einem Kampfflugzeug über dem Donbass ab­ge­schos­sen worden. Ein netter User hat mir dazu per Mail ein 16-seitiges Werk geschickt, das, obwohl in deutsch, angeblich von russischen Ingenieuren stammt (Download-Link am Ende dieses Artikels) und zu dem Ergebnis kommt, dass ein Ab­schuss der Boeing 777 per Bordmaschinenkanone (BMK) sei das wahr­schein­lichste Szenario.

Ich möchte hier mit ein paar wenigen einfachen Berechnungen und Über­le­gun­gen zeigen, dass der Abschuss per BMK nicht nur der un­wahr­schein­lichste Fall ist, sondern technisch völlig unmöglich.

Meine Überlegungen bauen übrigens auf der Präsentation der Russen auf, die Sie sich hier ansehen können (und sollten, damit das Verständnis leichter fällt). Wichtig aus dieser Präsentation ist vor allem dieser Screenshot, auf dem die SU-25 auftaucht, die nach Ansicht der Russen für den Abschuss von MH17 in Frage kommt.
mh17-su25-linkskurve
Fangen wir mit der leichtesten Berechnung an, der Ge­schwindigkeit. Aus den Radar­aufzeichnungen auch der russischen Seite und der bisherigen Auswertung der Blackbox wissen wir, dass MH17 in etwas über 10.000 Meter Höhe mit 900 km/h unterwegs war (= 900.000 m/3600 Sekunden = 250 m/s).

Die erwähnte Untersuchung der russischen Ingenieure greift die SU-25 auf, die in der russischen Präsentation der dort vermuteten Gescheh­nisse ein Rolle spielt, wobei ich anmerken darf, dass diese SU-25 in den Aufzeichnungen der Luftraum­überwachung der Ukraine nicht auftaucht. Aber egal, denn wenn wir MH17 mit der BMK abschießen wollen, brauchen wir da oben einen Kampfjet.

Sie SU-25 ist ein Erdkampfflugzeug, dazu konzipiert, relativ tief fliegend Ziele am Boden zu bekämpfen. Deshalb hat die SU-25 auch nur eine Dienst­gip­fel­hö­he von etwa 7000 Metern. Um es gleich klarzustellen: Die SU-25 kann höher fliegen, d.h. ihre Gipfelhöhe liegt über 7000 m, IMHO bei 10.000 bis 11.000 m. Russische Techniker sprechen sogar von 14.000 m, aber das dürfte nur theo­re­tisch unter extrem guten Witterungsbedingungen in der Nähe des Äqua­tors dort mög­lich sein, wo die Troposphäre eine Beule hat. Aber darauf kommt es hier nicht an, denn die 10.000 m, in der MH17 beim Abschuss flog, kann eine SU-25 ziem­lich sicher erreichen.

Aber 10.000 Meter liegen eben 3000 Meter über der Dienstgipfelhöhe einer SU-25, Was heißt das, was bedeutet das? Dienstgipfelhöhe ist die maximale Flughöhe eine Flug­zeuges, in der es noch voll manövrierfähig ist. Wo diese Ma­nö­vrierfähigkeit aufhört, das hängt von vielen Fak­toren ab. Ein wichtiger Faktor ist die Steig­geschwindigkeit oder Steigrate, die Zu­nah­me an Höhe pro Minute (oder Sekunde). Die Steigrate wird für gewöhnlich in Fuß (feet) an­ge­ge­ben. Ich werde das hier in Meter pro Sekunde um­rechnen.

Für ein zweistrahliges Düsenflugzeug ist die Dienstgip­fel­höhe erreicht, wenn die Steigrate unter 5 m/s fällt. Die SU-25 ist zwei­strahlig, aber nicht darauf aus­gelegt, in großen Höhen zu kurven und hat deshalb schon eine mickrige anfängliche Steig­rate von nur 65 m/s (Welt­meister ist übrigens die MiG-29 mit 330 m/s).

Auf 5 m/s fällt die Steigrate der SU-25 also bei einer Höhe von 7000 m. Selbst wenn die SU-25 über 7000 m Höhe ihre Steigrate von 5 m/s beibe­halten könnte, würde sie für die 3000 Meter Dif­ferenz bis zur MH17 10 Minuten brauchen (3000 Meter : 5 Meter/sec = 600 Sekunden = 10 Minuten). Aber die Steigrate nimmt nach oben immer weiter ab, auch und gerade jen­seits der Dienst­gipfelhöhe. Die genauen Werte bei der SU-25 kenne ich nicht, aber im arithme­tischen Mittel müsste die Steig­rate im Bereich von 7000 bis 10000 m Höhe unterhalb von 2 m/s lie­gen und da­mit bräuch­te die SU-25 ca. 30 Minuten, um diese Höhe zu er­klim­men (also nur die Dif­ferenz vom 7000 auf 10000 Meter!) Während des Steigfluges nimmt nicht nur die Steiggeschwindig­keit (verti­kale Geschwin­dig­keit) ab, sondern auch die Hori­zontal­geschwindigkeit. Laien­haft umschrieben: Es wird für die SU-25 immer beschwer­licher die Treppe nach oben zu steigen. Voll be­waffnet wird es die SU-25 wahr­scheinlich nie auf 10.000 Meter schaf­fen, mit der Folge, dass ihr die Boeing 777 einfach mit 900 km/h weg fliegt. Die Maximal­geschwindigkeit der SU-25 liegt bei 965 km/h, aber da oben auf 10.000 m vielleicht bei 600 km/h. Ihre kleinen Düsen saugen in der dünnen Luft zu wenig Sauer­stoff, um den vollen Schub zu entwickeln und eine Nach­verbrennung hat die SU-25 nicht.

Aber nehmen wir mal an, die SU-25 könnte mit (horizon­taler) Höchst­geschwin­dig­keit von 7000 auf 10.000 m steigen, dann braucht sei für diese 3000 m Hö­hen­dif­ferenz trotzdem ca. 30 Minuten, denn an der Vertikal­geschwindig­keit (Steig­rate) ändert das nix. Wie groß ist dann die ab­solute Ge­schwin­digkeit über Grund? Die Frage beant­wortet der olle Pythagoras:
965py
Alle Werte 1 Stunde gerechnet, daher die rote Kathede “6 km” und nicht die 3000 m in 30 Minuten.
X² = 965² – 6² = 931189
x = 964,982 km Weiterlesen

25 Jahre Prag

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Ich habe den Verdacht, dass viel zu viele Menschen in der gar nicht mehr so neu­en Bundesrepublik Deutschland nicht wissen, was am 30. September 1989 in Prag passiert ist. Wer weiß noch, wer Genschman war und was er zu den Tau­sen­den auf dem Gelände der deutschen Botschaft in Prag gesagt hat? Wer weiß noch, dass Prag damals die Hauptstadt eines Landes war, das es heute nicht mehr gibt. Wer weiß noch, dass die viel zu vielen Menschen auf dem Gelände der Botschaft der sogenannten BRD aus einem Land kamen, dass es heute nicht mehr gibt, der sogenannten DDR? Wer weiß noch, vor was diese Menschen von Ost nach West geflohen sind? Wer weiß noch, was Freiheit ist?

Oh ihr bemitleidenswerten Armen im Geiste, die ihr mit euren Aluhüten auf “Mon­tagsdemos” den Geist von Leipzig pervertiert, Freiheit ist nix Selbst­ver­ständ­liches, Freiheit muss erlernt werden. Dass werdet ihr Idioten nicht einmal merken, wenn es keine Freiheit mehr gibt, weil ihr Idioten schon heute unfrei lebt, Sklaven der Dummheit.

Wo ist der Rest?

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marderDas macht mich nach 40 Jah­ren noch stolz, wenn ich lese, dass von 280 Mardern der Bundeswehr alle 280 ein­satz­fähig und einsatzbereit sind. Wir haben unsere Schätzchen auch wie be­kloppt gepflegt … HALT! STOP! 280?! Wo ist der Rest? Allein das 133. PzGren hatte 50 Marder und von solchen Batail­lonen gab es über ein Dutzend mit zu­sam­men über 400 Mar­dern. Mit 280 Mardern kann man ca. 1700 Sol­daten sicher dorthin bringen, wo Infan­terie gebraucht wird. Hat die BW nur noch 1700 Mann Fuß­volk? Nein, denn der Marder ist ja ein Auslauf­modell und wird vom Puma und vom “Hoffentlich-ist-heute-schönes-Wetter-und-keiner-schießt-Boxer” ersetzt. Vom Puma gibt es schon … 0 Stück und vom Toilettensitzmodul_im_GTK_BoxerBoxer soll es mal 125 geben, die dann so­gar mit ein­ge­bau­ter Latrine :mrgreen: Kein Scheiß! Also irgen­dwie doch für Scheiß, aber das ist schon sinn­voll, damit kei­nem Plattfuß beim Spaten­gang der Arsch weg ge­schos­sen wird :razz: Zu­sammen werden Puma und Boxer in ein paar Jahr(­zehnt)en knapp 2000 Mann trans­portieren können … na, reicht doch … Mehr In­fan­te­rie hat die Bundeswehr wahrschein­lich so­wieso nicht mehr und “meine” 133. braucht keine Panzer mehr, die wur­de näm­lich auf­ge­löst, ge­nau wie die 13. Brigade. Der Rest der 5. Panzer­divi­sion wurde von Diez nach Leipzig verlegt und dann dort auf­ge­löst.

Auflösung scheint die Zauberformel der deutschen Streitkräfte zu sein, wenn man sich diese Übersicht ansieht:
bw-ausfall
Das zurzeit in der öffentlichen Wahr­nehmung im Vordergrund stehende Luft­trans­port­pro­blem will Uschi von den Leichen da­durch lö­sen, dass bis zur Ein­satz­fä­hig­keit der M400 Maschinen geleast werden :shock: hat sie gestern gesagt, weil die Bundeswehr ja zurzeit nicht ihre Zusa­gen gegen­über der NATO erfüllen könne. Mit den ge­leas­ten Flug­zeugen könn­ten dann wenigsten die Hilfs­flü­ge ab­sol­viert wer­den, sagt Uschi. Soso, Hilfs­flüge sind also die deutsche Zusage gegenüber der NATO?! Was labert die da für einen Scheiß? Die Aufgabe der BW im Rahmen der NATO ist die Landes­verteidigung und die findet nicht am Hin­du­kusch statt, wie viele Voll­pfosten in der Politik immer noch glauben, sondern an den Außen­grenzen der EU!

Ich weiß, da müsste eigentlich “NATO” stehen, aber ist beides in Westeuropa nicht deckungs­gleich, wenn man einmal von Finn­land absieht? Da nicht zu er­war­ten ist, dass Mexiko die USA überfällt, werden europäische NATO-Ein­heiten wohl in Europa gebraucht und das auch weniger in Portugal, sondern im Bal­ti­kum, Polen und Rumänien, denn dort steht der Feind vor der Tür.

Was für ein Feind? Putin ist doch ganz friedlich. Der will nur spielen, wenn er von jetzt auf gleich 130.000 Mann ins Manöver “Rostock-2014″ schickt, wenn er ankündigt, 400 Millionen Dollar bis 2020 in die Rüstung und Waffen zu stecken, “die die Welt noch nicht gesehen hat”, wenn er 100% aller Atomraketen bis 2020 gegen neue aus­tauschen will, wenn er Einheiten der Topol-M mit ge­la­de­nen Atomspreng­köpfen an Polens Grenze rund um die Uhr rochieren lässt, wenn er in Pskow und Kalinin­grad neue Iskander-Einheiten auf­stellt und so weiter und so fort. Putin macht etwas abgewandelt den Reagan: Er rüstet den Westen tot, weil sich der Westen nicht mehr wehrt.

Dass sich keiner mehr wehrt, dafür sorgen die vom Kreml unter­wanderten Frie­dens­bewegten. Wer’s nicht glaubt, soll in die Akten der Stasi-Unterlagenbehörde gucken. Achwas, die Stasi gibt’s nicht mehr?! Na dann kann es ja auch keine Unterstützung der friedensbewegten Aluhüte und Nazi-Faschisten auf den Mon­tags­demos geben … ist ja logisch :roll:

Zum Schluss noch ein wehrkraftzersetzender Tipp an die Kameraden von der Roten Armee: Damit ihr das nächste Mal nicht von so einer Alarmübung wie “Rostock-2014” überrascht werdet, haltet Kontakt zum Personal an den Ver­la­de­bahn­höfen. Also nobody hat das immer so gemacht, denn die Jungs von der Bun­des­bahn wuss­ten im­mer drei Tage vorher Be­scheid und haben die Run­gen­wa­gons für die Bag­ger an die Ram­pen ran­giert :lol: Wenn dann ge­gen 3 Uhr in der Früh der Stahl­helm durch die Gän­ge schep­per­te, saß der 1. Zug vom nobody schon auf ge­pack­ten Kla­motten <3

Steinis Kalter Krieg

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zeit-steinmeier
Nicht nur Laber­doof, sondern auch Bundesaußen­stein­me­ier hat ges­tern vor der UN-Voll­ver­sammlung eine Rede ge­schwun­gen und ge­sagt, er, der Frank-Walter, war­ne davor, in der UN wie­der in die Zei­ten des Kal­ten Krieges zu ver­fal­len. Also Steini hat nicht ge­sagt, er warne grund­sätzlich vor dem Kalten Krieg, sondern nur in der UN. Das kann zwei­er­lei be­deu­ten:

  • Entweder meint Steini, außerhalb der UN kann es gar nicht zu einer Neuauflage des Kalten Krieges kommen
  • oder außerhalb der UN haben wir bereits wieder den Kalten Krieg.

Al Nusras WWIII

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Die Terrorclowns mit Bart und Pumphosen haben wieder einmal video­ge­bot­schaf­tet, auf YouTube, wo sonst … zu was anderem ist der Scheiß ja nicht mehr zu gebrauchen :mrgreen: Diemal gab’s aber kein Bild, nur Ton und Botschafter war auch kein Kopfabhacker von der ISIS, sondern so ein Terror-C-Promi von der Al Nusra-Front und der hat alle rechtgläubigen Muslime der Welt zum heiligen Krieg gegen die Staaten aufgeru­fen, die gera­de Syrien und den Irak bombardieren (heute.de). Welche Staa­ten müssen jetzt Angst kriegen? USA, Frank­reich, Groß­britan­nien, Dänemark, Belgien, Hol­land, Saudi-Arabien, die VAE, Qatar … alle gegen die Muslime, oder um­gekehrt. Habe ich wen ver­gessen?

Egal, das reicht ja schon für einen Dritten Weltkrieg.
merkley
Deutschland hat dann wohl Glück gehabt, dass unsere Flieger wieder ein­mal ka­putt sind und nicht mit­machen kön­nen, denn wenn sie flie­gen kön­nen tä­ten, dann, ja dann bin ich mir sicher, wä­ren Angie und Uschi ge­mein­sam in ih­ren bes­ten Ho­senan­zug ge­stie­gen und hät­ten … bitte ergänzen Sie sinn­gemäß:

  • … sich in die eigene Hose geschis­sen
  • … in die Hose der jeweils ande­ren ge­schis­sen

Ghostwriter nobody?

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1-luckeVor ein paar Tagen habe ich über Demagogie gelabert und in “Volksrede” Aristo­te­les ge­nannt, der den Demagogen einen Volksverführer nannte. Gestern ist der 1. Alte Naive von Deutsch­land, aka Lucke, im Handelsblatt (wo auch sonst :roll: RP online) in den Ring gegen Schäuble ge­stie­gen und hat den Bun­des­minis­ter der Finanzver­teidi­gung eben­so genannt, einen “Volksverführer“. Dieser Ge­gen­an­griff zielt auf den Bun­des­rolli, weil der Tags zu­vor im Tagesspiegel über die Alten Naiven in Deutsch­land gesagt hat:

    Der dienst­älteste Minis­ter der Union wirft der AfD “hemmungslose De­ma­gogie” vor. Sie propagiere Fremdenfeind­lichkeit, instrumen­tali­siere Aus­län­derkri­minalität und verun­glimpfe of­fene Grenzen. Sie sei eine Grup­pie­rung, “die hem­mungslos alles demago­gisch miss­braucht, was man miss­brau­chen kann”, kritisierte Schäuble. “Das ist unfassbar und erinnert mich an die Re­pub­lika­ner, die in den 90er Jahren im Land­tag von Baden-Würt­temberg saßen.”
    Ohne ihn direkt zu nen­nen, ging Schäub­le auch mit dem AfD-Chef und Euro­skeptiker Bernd Lucke hart ins Gericht. Luckes AfD wolle den Menschen ein­re­den, dass es ohne Euro allen besser gehe.
    „Dass ein Profes­sor der Volkswirt­schaft so einen Unsinn behaup­tet, ist schon eine Zu­mutung“, urteil­te Schäuble. Jeder Öko­nom wisse, dass es ohne eu­ro­pä­ische Inte­gration weniger Wohl­stand in Deutschland gebe.

Wenn da nicht Aristoteles wäre, könnte manN/frau fast mei­nen, nobody sei Ghostwriter für Beide, aber die Wahrscheinlichkeit, dass Schäuble und Lucke den Aristoteles kennen, ist wohl größer :sad:

Laberdoofs Putsch

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lawrowDer russische Außenminister Laberdoof hat gestern in der UN-Vollversammlung dem pöhsen Westen vorgeworfen, “den Putsch in Kiew unterstützten” zu haben (FAZ). Da jauchzt das blutrote Herz des Putinisten und auf dem hirnlosen Kopp tanzt der Aluhut den Tango irrationale, denn von Staatsstreich/ Putsch versteht der Russe was. Hat nicht Russland seine Existenz einer ganzen Reihe von Staatsstreichen zu verdanken?

Fangen wir mit der Sowjetunion an, die es ohne die Putschs der Februar- und der Oktober-Revolution nie gegeben hätte.

Als es die UdSSR gerade noch so gab, haben unter Führung von Vizepräsident Janajew Betonkopp-Stalinisten am 19. August 1991 Präsident Gorbatschow auf der Krim festgesetzt und der Putsch wäre beinahe gelungen, wenn nicht Jelzin vor dem Weißen Haus in Moskau auf einen Panzer geklettert und zum Wi­der­stand aufgerufen hätte.

Dann hätten wir die blutigen russischen Putschversuche im bereits un­ab­hän­gigen Litauen vom 13.01.1991 und (parallel zu Moskau – siehe vorangehenden Absatz) August 1991.

Oder wie wär’s mit dem russischen Putschversuch in Lettland am 20./21. August 1991, wo, wie zeitgleich in Litauen, kopfkratz russische OMON-Ein­hei­ten die TV- und Rund­funksen­der ge­walt­sam be­setzt haben. Woran er­innert mich das bloß … rich­tig, an Februar 2014 und die Grü­nen Männ­lein auf der Krim vor dem Sender in Simferopol.

BTW: Estland hatte im August 1991 Glück, denn dass auch dieser balti­sche Staat sich kurz vorher für unabhän­gig erklärt hatte, hat man im Mos­kau wohl über­sehen. Wahr­schein­lich war Estland zu klein oder die Alt­sta­li­nis­ten ha­ben sich ge­dacht, das er­ledigen wie beim Oster­spa­zier­gang von St. Pe­ters­burg (damals noch Lenin­grad) nach Tal­linn.

Der Putsch in Transnistrien hingegen hatte sogar Erfolg, denn dort haben die Menschen als einzige in der gerade zer­fallenden Sowjet­union für deren Erhalt gestimmt … zwar unter Aufsicht der 16. (russischen) Armee, aber immerhin :mrgreen:

Kurz und klein: Von Staatsstreich hamse Ahnung und deshalb hat Laberdoof Recht!

Arsch auf!

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Eben erfahre ich, dass die russischen Behörden den Diplomatenpass von Rebecca Harms eingezogen haben, als die Vorsitzende der Grünen Fraktion im EU-Parlament versuchte nach Russland einzureisen, um am Prozess gegen Nadija Sawtschenko teilzunehmen. Das ist kein Joke, sondern eine Mitteilung aus offizieller EU-Quelle. Die Russen haben ja wohl offenkundig den Arsch auf!

Recht auf Russisch

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Nadja_SawtschenkoDie nach Russland verschleppte ukrainische Hub­schrau­ber-Pilotin Nadija Sawtschenko ist am 25. September 2014 per Hubschrauber vom Knast in Voronesh nach Moskau verlegt worden, wo gestern eigentlich die Verhandlung über ihre Haftbeschwerde und eine weitere Beschwerde gegen die an­geordnete psychiatrische Untersuchung stattfinden sollte. Die Verhand­lung fand unter Ausschluss der Öffent­lichkeit statt und auch Nadija Sawtschenko war nicht an­we­send, weil sie sich angeblich auf dem Flug nach Moskau er­kältet habe. Nadija Sawtschenko habe selbst da­rum gebeten, dass die Ver­hand­lung vertagt wird. Ihre beiden neuen Anwälte haben Nadija Sawtschenko in Moskau bis­her nicht zu Gesicht bekommen, be­haupten aber, eine Men­schen­rechts­ak­tivistin habe mit Nadija Sawtschenko gesprochen und sich davon überzeugt, dass die Zelle, in der Nadija Sawtschenko in Moskau in Ein­zel­haft gehalten wird, groß genug ist. Das Gericht hat die Verhandlung auf den 13. Oktober 2014 ver­tagt. Inzwischen wird Nadija Sawtschenko im nad-hustGefängniskranken­haus wegen ihrer Erkältung mit Medikamenten behandelt. Russische Medien zeigen zur Meldung dieses Foto, auf dem es so aus­sieht, als huste Nadija Sawtschenko. Dieses Foto ist ein Screenshot aus einem über einen Monat alten Video und zeigt Nadija Sawtschenko vor einer Ver­handlung im Gericht in Voronesh. Auch inhaltlich sind die russischen Berichte über das gestrige Geschehen falsch.
nadija-mosc-knast
Sollte ihrer Beschwerde nicht statt­gegeben werden, soll Nadija Sawtschenko einen Monat lang im berüchtigten Serbsky Center auf ihren Geis­tes­zustand unter­sucht wer­den. Ihre Anwälte sagen, das sei nötig, um Nadija Sawtschenko vor sich selbst zu schützen. Das Foto links soll von Frei­tag stam­men und wurde verdeckt im Mos­kauer Gefängnis Nr. 6 ge­macht, wo Nadija jetzt einsitzt. Eine zuverlässige Quelle berichtet mir, dass Nadija Sawtschenko in den Hungerstreik getre­ten ist und kerngesund ist … nix Erkältung.

Zumindest hat Rebecca Harms, indem sie nicht nach Russland zur gestrigen Verhandlung reingelassen wurde, nix ver­säumt.

Nadija Sawtschenko wird in den russischen Medien weiter als “Satans Tochter” (links) oder “Kugelgeil” (rechts) ..
savchenko-press-russ
… oder z.B. von der Komsomolskaya Pravda als “Tötungsmaschine im Rock” verunglimpft. Ich hab ja ‘ne Menge Bilder von Nadija, sogar eines im Bikini :mrgreen:, aber im Rock hab ich Nadija noch nicht gesehen :sad:

Für das Vorstehende kann ich keine Quellen angeben, denn es beruht auf ei­genen Recher­chen, Tele­fonaten und Informanten.

Lammert 4 President

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Das bekommt der Wähler, wenn er sich für eine Große Koalition entscheidet: Eine Regierung, der das Parlament und damit der Souverän egal ist. Im Bun­des­tag hat am Mittwoch irgendeine politische C- oder D-Promi in der Fragestunde zu Beginn der Sitzungswoche irgendeinen Bericht der Bundesregierung vor­ge­stellt … richtig, zur Lage der deutschen Einheit … wahrscheinlich nicht wich­tig, aber die Geschäftsordnung des Bundestages regelt ausdrücklich, dass das Mi­nis­ter­auf­gabe ist. War aber keiner da … keine Sau … die Regierungsbank war kom­plett leer … alle ausge­flogen, so wie Uschi von den Leichen.
Norbert_Lammert_(CDU)
Bundestagspräsident Lammert hat darauf­hin nach Bera­tung applause mit dem Äl­testen­rat erklärt, dass er sich das nicht mehr bieten las­sen werde und künf­tig sol­che Sitzungen abbrechen wird. BRAVO! Lammert 4 President:oops: stimmt ja, isser ja schon :lol:

Liebe arrogante Regierungsfuzzies, ihr seid die Angestellten des Volkes, zudem Zeitarbeiter. Ihr mögt das Parlament für eine Showveranstaltung halten, aber wenn sie das ist, seid ihr in dem Zirkus die Clowns, die in der Manege wegschaufeln dürft, was ein Elefant ausgeschissen hat.

Foto: Gerd Seidel (User:Rob Irgendwer)/Wikipedia, CC BY-SA 3.0

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